Interview

Das Northeimer Supergirl: Sängerin Anna Naklab stürmt die Charts

Northeim. Seit zehn Wochen klettert eine neue Cover-Version von Reamonns „Supergirl" die Leiter der deutschen Single Charts nach oben.

Der Song wurde von der Elektro-House-Gruppe Anna Naklab feat. Alle Farben & Younotus neu interpretiert.

Hinter der charismatischen Stimme der 21-jährigen Sängerin mit dem Künstlernamen Anna Naklab verbirgt sich eine waschechte Northeimerin, deren Leben sich momentan rasant verändert. Wir unterhielten uns mit ihr über diesen Erfolg.

Sie haben jetzt sicher viele Verehrer, die sich in ihre Stimme verliebt haben, oder?

Die Stimme des „Supergirls“: Anna Naklab Foto: privat/nh

Anna Naklab: Manchmal schreiben mir Fans, dass sie sich in meine Stimme verliebt haben. Das gesagt zu bekommen, fühlt sich merkwürdig an. Viele schreiben mir auf Facebook oder über meine Homepage, dass ihnen mein Song gefällt und dass meine Stimme den Song bereichern würde. Was mich aber besonders freut, sind die vielen Mädchen und Frauen darunter, die sich von meiner Version von „Supergirl“ inspiriert fühlen, auch Musik zu machen. Oder die der Song einfach nur berührt.

„Supergirl“ ist die Coverversion eines Songs der deutschen Rock-band Reamonn. Wird Ihr nächster Song auch ein Cover werden?

Naklab: Dass ich Songs covere, ist eher ein Zufall. Angefangen hat es mit der Zusammenarbeit mit Parra for Cuva, einem Kindheitsfreund aus Northeim. Wir haben vor zwei Jahren „Wicked Game“ von Chris Isaak neu vertont.

Für „Supergirl“ wurde ich von Younotus angeschrieben und wir haben uns nach einigen Gesprächen für den Song entschieden. Aber privat mag ich Songs, die mich stimmlich herausfordern. Als nächstes Projekt möchte ich einen selbstgeschriebenen Song veröffentlichen.

Sie sind in Northeim aufgewachsen. Kehren Sie manchmal in die Heimat zurück?

Naklab: Ja, eigentlich lebe ich immer noch in Northeim. Ich bin zwar jetzt viel unterwegs, aber es ist immer schön, nach Hause zurückzukehren.

Momentan ist alles in einer Aufbauphase: Mein Management hilft mir mit meinen Projekten und der Pressearbeit. So langsam kommen auch öffentliche Auftritte ins Rollen. Es gibt viel zu tun! Aber Northeim ist und bleibt mein Zuhause, auf das ich sehr stolz bin.

Was sagen Ihre Eltern zu ihrer Karriere als Musikerin?

Naklab: Meine Eltern unterstützen mich schon von Anfang an in allem was ich tue. Manchmal sind sie aufgeregter als ich. Im Moment ändert sich bei mir einiges. Aber ich weiß, dass mir meine Familie immer Rückhalt geben wird: Selbst wenn es nichts mit der Karriere als Sängerin werden sollte, werde ich versuchen als Musikerin zu arbeiten, wenn vielleicht auch nicht als Anna Naklab.

Wie fühlt es sich an, die eigenen Songs im Radio zu hören?

Naklab: Aufregend! Bisher wurde ich mehr im Ausland gehört, wie beispielsweise in England. „Wicked Game“ hat sogar Platin-Status in Australien erhalten. In Deutschland steht mein Song nun auf Platz zwei der Charts. Wenn im deutschen Radio mein Song anmoderiert wird, dann stutze ich aber manchmal noch, wenn ich meinen Namen höre und kann es kaum glauben (lacht).

„Anna Naklab“ klingt ungewöhnlich. Wie sind Sie auf diesen Künstlernamen gekommen?

Naklab: Als Parra for Cuva und ich angefangen haben, als das Duo „Nian“ Musik zu machen, brauchte ich einen Künstlernamen. Ich war vierzehn und habe mir einen Facebook-Account zulegt. Da ich sowieso Anna gerufen werde, stand das schnell fest. Und Naklab... wieso es Naklab wurde, bleibt erst einmal ein Geheimnis.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Peter Kneffel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.