Superintendentenpaar im Amt: Kirchliche Doppelspitze soll pieksen

Begrüßungsgeschenk: Von Reinhard Papesch, dem Vorsitzenden des Kirchenkreistags, bekam das Superintendentenpaar Stephanie und Jan von Lingen ein Schatzkästchen voller alter Nägel. Sobald sie in ihrem gemeinsamen Amt ein Problem bewältigt haben, sollen sie einen der Nägel beiseite legen, sagte Papesch. Foto:  Weiss

Northeim. Mit einem feierlichen Gottesdienst ist am Sonntagnachmittag das Superintendentenpaar Stephanie und Jan von Lingen in sein Amt eingeführt worden.

Landessuperintendent Eckhard Gorka erinnerte dabei daran, dass es nicht nur eine Premiere für den evangelischen Kirchenkreis-Leine-Solling, sondern auch für die Landeskirche Hannovers sei, dass sich ein Ehepaar die Superintendentenstelle teile.

Der Kirchenkreis und die Northeimer Sixti-Gemeinde zeichneten sich von jeher als innovativ aus, betonte Gorka. Nun wäre es innovativ, die Anforderungen an Stephanie und Jan von Lingen auf das Menschenmögliche zu begrenzen. Dabei betonte der Landessuperintendent, dass auch eine Doppelspitze manchmal „pieksen“ müsse und nicht alles möglich machen könne.

Das Ehepaar von Lingen verwies in seiner Predigt auf das Beispiel von Zacharias und Elisabet, den Eltern von Johannes dem Täufer, aus der Bibel. Schon bei diesem Paar habe das Jobsharing funktioniert. Als er die Sprache verlor, weil er dem Engel Gabriel die Ankündigung der Geburt seines Sohnes nicht glaubt, springt sie für ihn ein.

Franz Kurth, Dechant des Dekanats Nörten-Osterode begrüßte das Superintendentenpaar im Namen des ökumenischen Arbeitskreises. Er sowie die stellvertretende Landrätin Gudrun Borchers wünschten von Lingens Kraft und Erfolg in ihrer neuen Aufgabe.

Stephanie und Jan von Lingen sind die Nachfolger von Heinz Behrends, der vor einem Jahr in den Ruhestand gegangen ist.

Superintendentenpaar in Amt eingeführt

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