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Einbrüche in Northeim: Täter sind fast immer auf Bargeld aus

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Von: Kathrin Plikat

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Einbrüche bei der Post: Das meldet die Polizei aus Uslar und Bad Gandersheim. Foto:  www.nicht-bei-mir.de/nh
Zahlreiche Einbrüche in Northeim beschäftigen derzeit die Polizei in der Kreisstadt (Symbolbild). © privat

Aktuell beschäftigt eine Reihe von Einbrüchen, vor allem in Geschäfte der Northeimer Innenstadt, die Ermittler der Polizei.

Northeim – Dabei haben es die Täter aber offensichtlich nicht auf das Warenangebot abgesehen, sondern fast immer auf Bargeld, weiß Dirk Schubert, Leiter des Präventionsteams bei der Polizeiinspektion Northeim. Rund 20 Einbrüche hat die Polizei seit dem Sommer registriert – und fast immer war Bargeld die Beute. Das sei auch der Grund, so Schubert, warum man bisher von „örtlichen“ Tätern aus dem Bereich der sogenannten Beschaffungskriminalität ausgehe. Das bedeute, dass die Täter auf „schnelles Geld“ aus sind, um sich zum Beispiel Drogen kaufen zu können.

In fast allen Fällen wurden die Scheiben der Eingangstüren zu den Geschäften eingeschlagen, in einem Fall sogar mit brutaler Gewalt: Hier hatte der Täter einen Gullydeckel aus der Verankerung gehoben und durch die Glasscheibe geworfen. Schon nach kurzer Zeit war der Einbrecher mit seiner Beute wieder verschwunden.

Betroffen war in den vergangenen Wochen zum Beispiel ein Mobilfunk-Geschäft in der Fußgängerzone, hier ließen die Täter auch Smartphones mitgehen. Natürlich könne man als Geschäftsbetreiber versuchen, sich „mechanisch“ gegen solche Einbrüche zu schützen, unter anderem mit Scheiben aus „einbruchhemmendem“ Glas oder mit speziellen Folien, die auf die Scheiben geklebt werden. „Ich rate aber auch immer dazu, es den Tätern so unattraktiv wie möglich zu machen, bei mir einzubrechen“, so Schubert.

So könnte es zum Beispiel dem Betreiber eines Mobilfunkgeschäfts schon helfen, die oftmals hochwertigen Smartphones abends aus dem Schaufenster zu räumen und in einen Safe zu legen. Das sei zwar umständlich, könne aber trotzdem einen Einbruch verhindern. Die Polizei habe die Entwicklung bei den Einbrüchen natürlich im Blick, so Schubert. Er bittet aber trotzdem darum, grundsätzlich bei verdächtigen Personen oder auch Geräuschen in der Nachbarschaft sofort die Polizei zu alarmieren – entweder per Notruf 110 oder unter 05551/70 050.

Geschäftsleute, aber natürlich auch jede Privatperson aus dem Landkreis Northeim, haben die Möglichkeit, sich kostenlos von den Beamten und Beamtinnen des Präventionsteams bei der Polizeiinspektion Northeim zum Thema Einbruchschutz beraten zu lassen. Dazu kommen die Beamten auf Wunsch auch in die Geschäfte oder nach Hause. Dirk Schubert und sein Team sind unter der Telefonnummer 0 55 51/70 05 207 zu erreichen. (kat)

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