Veranstaltung erneut verschoben

Corona-Regeln lassen Tanzshow im September nicht zu

Tanzpädagogin Kerstin Baufeldt mit Tanzschülerinnen zum Abschluss einer Show auf der Stadthallenbühne.
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Wann sich der Vorhang wieder für eine große Show öffnen kann, ist zurzeit noch ungewiss.

Katlenburg/Northeim – „Die Entscheidung ist mir unendlich schwergefallen, die Tanzshow erneut abzusagen“, sagt Tanzpädagogin Kerstin Baufeldt, die am Wochenende ihre rund 380 Schülerinnen über den Schritt informiert hat. Aber die Corona-Verordnung lasse leider keine andere Entscheidung zu.

Bereits im März war das Tanzevent des Tanzstudios Baufeldt – diesmal zum Thema Musical – für das bereits 2400 Karten für drei Veranstaltungen in der Osteroder Stadthalle verkauft waren, abgesagt worden.

Damals war man noch voller Hoffnung, dass die Pandemie bis September kein Thema mehr sei. Doch nun sei selbst bei weiteren Lockerungen eine solche Show nicht realisierbar, erklärt Baufeldt.

Sie hofft, dass dann im kommenden Jahr endlich Gelegenheit besteht, dass ihre Tänzerinnen die Show noch zeigen können. Mit der Stadthalle in Osterode seien mehrere Ausweichtermine besprochen worden, so die Tanzpädagogin. „Es wäre schön, wenn die Kartenbesitzer weiterhin ihre Karten behalten“, bittet sie.

Nach der ersten Absage habe es glücklicherweise kaum Kartenstornierungen gegeben. Denn auch finanziell hat die Show bereits Kosten verursacht. „Allein die circa 500 maßgeschneiderten Kostüme haben rund 20 000 Euro gekosten“, rechnet Baufeldt vor, die hofft, dass nicht alle Kinder den Kostümen bis im Frühjahr entwachsen sind. Auch am Programm müsse bis zum Frühjahr neu gearbeitet werden. Denn die Choreografien seien genau auf das Alter und die Gruppe abgestimmt.

In der Regel benötigt sie rund ein Jahr für die Ausarbeitung der Show. Alle Karten behalten bis zum neuen Termin, der rechtzeitig benannt wird, ihre Gültigkeit. Wer sie dennoch zurückgeben möchte, kann dies bei Baufeldt persönlich tun.

Trotz der Corona bedingten Einschränkungen trainieren die Tänzerinnen wieder, allerdings nicht im Tanzstudio, sondern im ehemaligen Reitstall auf der Katlenburg, weil dieser mehr Platz bietet. Baufeldt möchte, nach den Sommerferien wieder in den eigenen Räumen trainieren und ab September dann auch in dem gerade im Bau befindlichen neuen Anbau.

„Im Unterricht wird zurzeit viel an der Technik gearbeitet und seit dieser Woche ist ja auch Kontaktsport wieder erlaubt“, so Baufeldt.

Aber das Hauptziel der Showtanzgruppen, auf der Bühne zu stehen und zu tanzen, falle gerade weg, bedauert sie.

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