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Thimm investiert fünf Millionen Euro ins Northeimer Werk

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Von: Axel Gödecke

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Ist bereits in Betrieb: Die neue Inline-Anlage im Northeimer Werk der Thimm-Gruppe. Fünf Millionen Euro investierte das Familienunternehmen in diese Maschine und deren Einrichtung mit Nebenanlagen.
Ist bereits in Betrieb: Die neue Inline-Anlage im Northeimer Werk der Thimm-Gruppe. Fünf Millionen Euro investierte das Familienunternehmen in diese Maschine und deren Einrichtung mit Nebenanlagen. © Thimm

Der Verpackungs- und Displayhersteller Thimm hat in seinem Werk in Northeim tüchtig investiert.

Northeim - Rund fünf Millionen Euro flossen in den Kauf und die Einrichtung einer neuen Inline-Anlage zur Weiterverarbeitung von Wellpappe, heißt es von der Geschäftsführung. Damit richte Thimm das Northeimer Werk konsequent auf die wachsenden Anforderungen im Bereich Konsumgüter und E-Commerce aus.

Mit der Inbetriebnahme der Maschine mit dem Namen „BGM Case Line CL11/25“, gebaut von den deutschen Maschinenherstellern Bahmüller und Göpfert, setze die Thimm-Gruppe neue Qualitätsstandards bei der Weiterverarbeitung von Wellpappe, betont Michael Weber, Leiter Corporate Strategie und Marketing bei Thimm. Und Northeim spiele dabei künftig eine führende Rolle.

Die servogetriebene neue Produktionslinie verfügt laut Unternehmensmitteilung über eine Arbeitsbreite von 2,50 Metern und erweitere die Produktionskapazität für hochwertig bedruckte und präzise verarbeitete Faltschachteln für Konsumgüter sowie für Versandverpackungen für den E-Commerce.

Transport im Vakuum durch die Maschine

Während der Verarbeitung würden die Wellpappbögen im Vakuumtransport passgenau durch die Maschine geführt und auch ein- oder mehrfarbig bedruckt. Mithilfe einer Kamera könnten fehlerhaft verklebte Einzelbögen erfasst und auch bei maximaler Produktionsgeschwindigkeit direkt ausgeschleust werden. Ein Hochleistungs-Palettier-Roboter bereite die Ware abschließend für den palettenlosen Weitertransport vor.

„Diese Investition ist ein wichtiger Schritt im Ausbau unserer Verpackungswerke und stellt unseren Standort Northeim optimal auf, um auch in Zukunft die hohen Anforderungen unserer Kunden an Qualität und auch die Kapazität unserer Produktion zu erfüllen“, fährt Weber fort.

Die Integration der großen Anlage in den bestehenden Northeimer Hallenplan habe eine besondere Herausforderung dargestellt. Mit den Herstellern habe man jedoch eine individuelle Lösung finden und die lange Maschine trotz begrenzten Platzes optimal ins Werk platzieren können, berichtet Weber. Die neue Anlage stehe nun gespiegelt zur der bestehenden Inline-Maschine und bilde so ein neues Fertigungszentrum im Werk.

Dafür seien bereits seit 2019 Vorbereitungen getroffen worden. So habe man bestehende Anlagen versetzt und modernisiert und dafür auch noch einmal rund eine Million Euro ausgegeben. Zudem seien zwei Rotationsstanzen im Werk gespiegelt nebeneinander positioniert worden. Sie ergeben nun ein weiteres Fertigungszentrum in der Halle. „Durch diese parallele Aufstellung innerhalb der zwei Fertigungszentren ergeben sich für uns wertvolle Synergieeffekte, da die eingesetzten Mitarbeitenden an beiden Maschinen zusammen als Team arbeiten können“, erklärt Weber. Dies erleichtert beispielsweise die Personalplanung und mache auch eine Job-Rotation möglich.

20 Stellen sind offen

Für die kommenden Jahre sind laut Geschäftsführung weitere Investitionen im Northeimer Werk geplant. Für die Zukunft suche Thimm auch neue Mitarbeiter: Aktuell bietet das Unternehmen in Northeim 20 offene Stellen in Produktion und Verwaltung an. (Axel Gödecke)

thimm.de/jobs

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