Bekenntnis zu Northeim – Neuer Standort im Industriegebiet West

Thimm plant neue Fabrik in Northeim

Blick auf das Firmengelände der Thimm Gruppe in Northeim sowie jenseits der Bahnstrecke auf das neue Industriegebiet West
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Die Northeimer Firma Thimm plant einen Neubau der Fabrik auf der anderen Seite der Bahngleise. Elf Hektar will sie dafür im neuen Industriegebiet erwerben.

Das Unternehmen Thimm plant, sich im neuen Industriegebiet West in Northeim um eine Fläche von circa elf Hektar zu erweitern, teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung Mathias Schliep während einer Pressekonferenz am Donnerstag mit. Hier soll „die modernste Wellpappenproduktion des Unternehmens entstehen“ sowie ein Hochregallager, stellte er in Aussicht.

Das Familienunternehmen, das seit 70 Jahren in Northeim seinen Stammsitz hat, möchte trotz internationaler Expansion weiterhin seine Schaltzentrale in der Rhumestadt behalten. Doch zur Realisierung der Pläne sei es wichtig, dass der Bebauungsplan vom Northeimer Stadtrat Ende August verabschiedet wird. Da erst dann die Planungen richtig in Angriff genommen werden könnten, so Schliep. Die bisherige Fabrik an der Breslauer Straße käme an ihre Kapazitätsgrenzen. Auch die Logistik mit mehreren Lagern in der Region sei nicht mehr zeitgemäß und ineffizient.

Brücke über Gleise nicht zwingend erforderlich

Schon lange arbeite man daran, eine Lösung für das Hochregallager in Northeim zu finden. Inzwischen hätte man sich aber entschieden, die komplette Fabrik auf die andere Seite der Bahnstrecke zu bauen. Auch für den bisherigen Standort gebe es schon Ideen, wie er nach einem Neubau genutzt werden könnte. Eine Brücke über die Bahn sei sicherlich vor allem während der Bauzeit wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig, da die Entlastungsstraße auch eine gute Anbindung ermögliche, so Schliep.

Rund 80 bis 100 Millionen Euro würde der Neubau voraussichtlich kosten, insbesondere die Maschinen seien teuer. Gern hätte das Unternehmen ein Grundstück mit noch mehr Platz, da könnten für zukünftige Erweiterungen auch noch andere Flächen in Northeim in den Blick genommen werden, sagt Schliep. Doch wann Thimm loslegen könne, ob in fünf Jahren oder später, das hänge auch von der Entwicklung mit Corona ab.

Bürgermeister Simon Hartmann betonte, dass es gemeinsames Ziel von Verwaltung und Rat sei, den B-Plan 124 im August zu beschließen.

532 Mitarbeiter in Northeimer Firmenzentrale

Die Thimm Gruppe ist Lösungsanbieter für Verpackungen und Distribution (Vertrieb) von Waren. Transport- und Verkaufsverpackungen aus Wellpappe, Verkaufsaufsteller und Verpackungssysteme aus verschiedenen Materialkombinationen gehören zum Portfolio. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 623 Millionen Euro. Insgesamt arbeiten 3512 Mitarbeiter an 22 Standorten für Thimm, davon 532 in Northeim. 

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