Schüler bekommen Einblick in Pfelgeberufe

Thomas-Mann-Schule in Northeim kooperiert mit Seniorenzentrum 

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Die Kooperation zwischen der Thomas-Mann-Schule und Senioren-Residenz Stiemerling ist besiegelt: Von links Heinz Ameely-Geffers (Residenzleitung), Anika Müller-Wüstefeld (Schulleiterin), Anna Wucherpfennig (Bildungsregion Südniedersachsen) und Jörg Richert (Landkreis Northeim). 

Northeim. Gerade einmal 150 Meter trennen die Thomas-Mann-Schule in Northeim und die Seniorenresidenz Stiemerling. Jetzt verbindet die Nachbarn aber mehr als nur der Blick durch das Fenster.

Mit einem Kooperationsvertrag, den die Schule und das Heim jetzt geschlossen haben, halten sie ihre zukünftige Zusammenarbeit fest.

„In erster Linie wollen wir den Schülern einen Einblick in den Beruf bieten“, sagt Schulleiterin Anika Müller-Wüstefeld. „In anderen Bereichen haben wir zwar ähnliche Kooperationen, aber in der Pflege bislang noch nicht.“

Für die Schüler heißt das konkret: Durch Informationstage und Praktika können sie für einige Zeit im Altenzentrum mitarbeiten. Darüber hinaus besuchen Angestellte des Seniorenheims regelmäßig den Unterricht und stellen ihren Beruf vor.

Inga-Nadine Moos, die Pflegedienstleitung der Residenz, stand den Schülern bereits Rede und Antwort. „In den achten und neunten Klassen habe ich den Schülern typische Aufgaben in der Residenz gezeigt und mögliche Aufstiegschancen verdeutlicht“, sagt Moos. „Die Schüler haben ebenfalls mit mir besprochen, wie eine optimale Bewerbungsmappe aussehen muss. Auch solche Themen gehören zum Berufsleben dazu.“

Gemeinsames Kochbuch

Als erstes großes Projekt planen das Heim und die Schule ein gemeinsames Koch- und Backbuch. „Die Schule stellt die Küche zur Verfügung, in der die Senioren zusammen mit den Schülern kochen“, erklärt Schulleiterin Müller-Wüstefeld. Zunächst können sich die Senioren ein Rezept aussuchen, anschließend liegt die Wahl des Gerichts bei den Jugendlichen.

„Das Spannende dabei ist, dass manche Gerichte der Schüler für die Senioren völlig fremd und neu sein werden“, sagt der Leiter der Residenz Stiemerling, Heinz Ameely-Geffers, der sich viel von der Kooperation erhofft. „Es ist gut, wenn ältere Menschen wieder häufiger in Kontakt zu den Jungen kommen. Durch die Zusammenarbeit hoffe ich, dass bei den Schülern eine vielleicht vorhandene Hemmschwelle sinkt.“

Ameely-Geffers wünscht sich auch, dass wieder mehr Schulabgänger eine Ausbildung im Pflegebereich beginnen. „Wir haben das Thema Fachkräftemangel beim Landkreis Northeim angesprochen – und sind froh, dass daraufhin die Kooperation mit Hilfe der Bildungsregion Südniedersachsen zustande gekommen ist“, sagt er. So soll am Ende mehr übrig bleiben als nur der Blick durch das Fenster.

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