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Thomas-Mann-Schule Northeim setzt seit Jahren auf moderne Technik

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Von: Niko Mönkemeyer

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Schüler und Lehrer mit Masken und Tablets vor einer Videowand.
Für diese Schüler der 6. Realschulklasse an der Thomas-Mann-Schule gehört die Nutzung des Tablets zum ganz normalen Schulalltag, ebenso wie für ihren Klassenlehrer Oliver Brunotte (links) und ihre Klassenlehrerin Rieham Bou Sleiman (rechts hinten). © Niko Mönkemeyer

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur wird voraussichtlich Anfang oder Mitte Mai an der Thomas-Mann-Schule abgeschlossen sein

Northeim – Im Schulunterricht selbst Videos drehen und schneiden, ist für die Mädchen und Jungen der 6. Realschulklasse an der Northeimer Thomas-Mann-Schule kein Problem, denn als Schüler einer sogenannten iPad-Klasse gehört die Nutzung des Tablets zum Schulalltag.

„Wir freuen uns, dass wir zu den ersten Schulen im Landkreis gehören, an denen der digitale Ausbau erfolgt“, sagt Schulleiterin Anika Müller-Wüstefeld. „Dabei geht es um die Schaffung einer zukunftssichereren und stabile digitalen Infrastruktur, aber digital gearbeitet haben wir hier an der Schule auch schon vorher.“ „Wir haben schon 2019 damit angefangen, die Einführung von Tablets im Unterricht zu planen und wurden dabei vom Landkreis unterstützt“, ergänzt Konrektor Oliver Brunotte. Der coronabedingte Lockdown habe diese Planungen dann befeuert und vorangetrieben.

Inzwischen ist die Thomas-Mann-Schule mit leistungsfähigem Wlan versorgt. In allen Unterrichtsräumen und fast allen Fachunterrichtsräumen gibt es Smartboards und Beamer. Außerdem stehen in allen Klassen Laptops zur Verfügung.

In den iPad-Klassen steht darüber hinaus ein Apple TV als Streaming-Gerät zur Verfügung, auf das sich alle Schüler einwählen können und das eine herkömmliche Tafel überflüssig macht. Die gibt es in iPad-Klassen deshalb auch gar nicht mehr. Auch Schulbücher oder Mappen werden dort nicht mehr benötigt, da alles über Tablets läuft. Welche Möglichkeiten für die pädagogische Arbeit sich da auftun, zeigt ein Blick in den Englisch-Unterricht der 6. Realschulklasse, bei dem es an diesem Morgen um die richtige Anwendung der Zeitformen geht.

Am Tag zuvor haben alle Schüler von ihrem Klassenlehrer Oliver Brunotte den Auftrag aufs Tablet bekommen, für den heutigen Tag Verkleidung und Utensilien mitzubringen, die zu einem Wahrsager gehören. Verteilt im Klassenzimmer, im Flur und in einem Nebenraum sollen sie jetzt jeweils zu zweit auf Englisch Szenen spielen und mit dem Tablet aufnehmen.

Dabei übernimmt jeweils ein Schüler die Rolle des Wahrsagers und der andere die des Kunden, der sich nach seiner Zukunft erkundigt. Gegen Ende der Stunde können diese Szenen, die die Schüler auch selbst geschnitten haben, auf den großen Bildschirm im Klassenzimmer überspielt und gemeinsam hinsichtlich der angewendeten englischen Zeitformen begutachtet werden. Tipps und Anregungen, wie man diese Szenen pfiffiger gestalten und schneiden kann, wird Brunotte dann später im Informatikunterricht geben, denn den gibt es an der Thomas-Mann-Schule seit mehr als zehn Jahren einmal pro Woche in jeder Klasse.

„Ein Klassenbuch gibt es auch nicht mehr“, erklärt Rieham Bou Sleimann, die sich die Leitung der Klasse als zweite Klassenlehrerin mit Brunotte teilt. „Das wird natürlich mittlerweile auch online geführt, und auch über die Leistungsstände der Schüler können sich alle Lehrerinnen und Lehrer über das Tablet austauschen. Das ist alles viel einfacher geworden und geht schneller.“ (Niko Mönkemeyer)

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