„Tierischer Tag“ in der Pflege

Innere Mission Northeim veranstaltete für Bewohner einen Streichelzoo

Eine ältere Dame füttert einen Esel, der mitsamt eines Alpakas und Ziegen hinter einem Zaun steht, mit dabei eine Dame mittleren Alters.
+
Bei dem „Tierischen Tag“ im Park der Inneren Mission Northeim konnten Heimbewohner wie die 93-jährige Katharina Taugs unter anderem einen Esel und ein Alpaka füttern. Antje Roza, Leiterin Sozial Begleitender Dienst, passte genau auf.

Einen Streichelzoo veranstaltete jetzt das Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission Northeim in dessen Parkanlage für die Heimbewohner und deren Angehörige.

Northeim – „Das ist mit Sicherheit ein Tag, der allen von ihnen guttun wird“, sagt die Leiterin des Sozial Begleitenden Dienstes, Antje Roza. Das begründet sie vor allem auch mit der coronabedingten sozialen Distanz, die für die Bewohner des Heims belastend sei. Daher finde sie es schön, „mal wieder viele strahlende Gesichter zu sehen.“ Neben Kleintieren wie Kaninchen und Meerschweinchen konnten die Bewohner des Heims unter anderem einen Esel, ein Alpaka, Ziegen und zwei Hängebauchschweine füttern, streicheln und beobachten. Insgesamt drei Gehege hatte die Innere Mission in Zusammenarbeit mit dem Filmtierland Sickte aus der Nähe von Braunschweig aufgestellt.

„Tierischen Tag" gab es bereits im vergangenen Jahr

Bereits im vergangenen Jahr hatte man gemeinsam einen solchen sogenannten „Tierischen Tag“ veranstaltet, so Antje Roza. Nachdem die Bewohner damals schon begeistert von dem Streichelzoo gewesen seien, wollte man ihn in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden lassen. Das ging allerdings nur in einem kleineren Rahmen, sodass dieses Mal nicht die Bewohner aus anderen Altenheimen, der Lebenshilfe und die Kinder des Apostelkindergartens dabei sein konnten – jedoch immerhin auch Gäste aus der Tagespflege und Angehörige der Bewohner. Das freute auch die 93-jährige Katharina Taugs: „Es ist so toll, dass uns unsere Kinder besuchen dürfen, das macht den Tag noch schöner.“

Im vergangenen Jahr sei man sogar mit einem Schafbock zu denjenigen Menschen ins Haus gegangen, die normalerweise nicht selbst hinaus können, wie Antje Roza sagt. Das habe man in diesem Jahr aber nicht machen können.

Entstanden sei die Veranstaltung auf Initiative des Filmtierlands Sickte, das seit ungefähr sechs Jahren solche „mobilen Streichelzoos“ vor allem in Altenheimen anbiete, wie Inhaberin Beatrix Hölscher erzählt.

Dabei könnten sich die Heimbewohner auf ihre eigene Jugend besinnen, was vielen Bewohnern gut tue, weshalb der „mobile Streichelzoo“ laut Antje Roza auch für die kommenden Jahre im Sommerprogramm des Heims eingeplant sei. Infos über das Filmtierland gibt es unter filmtiere.de. (Jan Trieselmann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.