Brandgefahr durch Adventsgestecke und Weihnachtsbäume

Tipps der Kreisfeuerwehr Northeim: Sicher durch den Advent

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Brandgefährlich: Damit die Adventszeit nicht mit einem Brand endet, sollte immer ein Feuerlöscher griffbereit sein. 

Northeim. Mit der dunklen Jahreszeit und dem nahenden Weihnachtsfest sind in viele Wohnungen wieder Adventsgestecke, viele Kerzen und bald auch Weihnachtsbäume eingezogen. Damit das schöne, warme Licht nicht in einer Katastrophe endet, beantworten wir mit Sven Helmold, Kreisbrandschutzerzieher der Kreisfeuerwehr, die wichtigsten Punkte in Fragen und Antworten.

Wie kann eine Kerze sicher in der eigenen Wohnung brennen?

Das ist möglich, wenn die Kerze auf einer feuerfesten Unterlage steht. Dazu eignen sich unter anderem Metall und Keramik. In der Nähe dürfen laut Helmold keine brennbaren Materialien sein. Außerdem darf eine angezündete Kerze niemals unbeobachtet gelassen werden. Sind sie zu weit runtergebrannt, müssen sie ausgewechselt werden, damit sie Kränze und Gestecke nicht entzünden.

Was muss ich bei Kindern beachten?

Feuer zieht fast jedes Kind magisch an, teilt Helmold mit. Deshalb sollten Streichhölzer und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Sind Lichterketten am Weihnachtsbaum sicher?

Sie sind wesentlich sicherer als echte Kerzen, allerdings gibt es einiges zu beachten. Defekte Leuchtmittel sollten laut Brandschutzerzieher Helmold immer durch die gleiche Voltstärke ersetzt werden, um eine Überhitzung der Kabel zu vermeiden. Die Folge wäre ein Schwelbrand.

Lichterketten mit moderner LED-Technik sollten bevorzugt werden, da sie stromsparender und weniger brandgefährlich seien.

Um eine Überhitzung insbesondere von Mehrfachsteckdosenleisten zu vermeiden, sollte die Weihnachtsbeleuchtung nachts und beim Verlassen der Wohnung ausgeschaltet werden.

Was ist sonst noch zu beachten?

Grundsätzlich sollte man Vorbereitungen treffen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Das heißt, dass Feuerlöscher bereitgestellt werden sollten, um gleich beim Entstehen eines Feuers einschreiten zu können. Funktionieren müssen auch die Rauchmelder, die in jeder Wohnung Pflicht sind. Dazu gehöre auch die regelmäßige Funktionsüberprüfung über den Testknopf.

Im Ernstfall ist die Feuerwehr rund um die Uhr über die Notrufnummer 112 erreichbar. Hilfestellung in Sachen Brandschutz geben laut Sven Helmold auch die Feuerwehren vor Ort. (kmn)

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