Tobias Schnabel: Ich brauche 3000 Quadratmeter für den Markt

Tobias Schnabel

Northeim. Wie der Investor für den geplanten neuen Lebensmittelmarkt auf dem ehemaligen Krankenhausgelände seinen Platzbedarf begründet, lesen Sie hier.

Der Bebauungsplan für den Teilbereich des ehemaligen Northeimer Krankenhausgeländes gestatte zwar, dass in dem geplanten Edeka-Markt eine Postfiliale eingerichtet werden könnte, sagte der Northeimer Investor Tobias Schnabel auf HNA-Anfrage. „Aber das ist für mich überhaupt kein Thema.“

Ziel der Verlagerung seines bisherigen Marktes an der Bürgermeister-Peters-Straße an die Sturmbäume sei es, sein Unternehmen, das 35 Mitarbeiter, darunter 14 Vollzeitkräfte und vier Aushilfen, beschäftigt, für die Zukunft aufzustellen. „Um den Markt den modernen Anforderungen anpassen zu können, brauche ich dafür die 3000 Quadratmeter“, sagt Schnabel, der acht Millionen Euro in den neuen Standort investieren will. Diese Größe ist aber nur unter der Voraussetzung zulässig, dass der Bereich als Nahversorgungszentrum ausgewiesen wird.

Die Kritik, dass der geplante Markt überdimensioniert sei, weist Schnabel zurück und erläutert seinen Platzbedarf. Zuzüglich zu den 800 Quadratmetern, die der alte Markt aufweist, werden benötigt:

• 450 Quadratmeter für einen Getränkemarkt,

• 600 Quadratmeter, um die Regale im Markt auf 1,60 Meter absenken zu können,

• 250 Quadratmeter, um die Gänge zwischen den Regalen verbreitern zu können,

• 200 Quadratmeter für die Gestaltung des Eingangsbereichs,

• 150 Quadratmeter für die Ausweitung des Sortiments

• 250 Quadratmeter, um Molkereiprodukte und Obst großzügiger präsentieren und durch die Verbreiterung von Regalen Logistikkosten senken zu können sowie

• 300 Quadratmeter, um Feinkost- sowie laktose- und glutenfreie Produkte anbieten zu können, die angesichts der modernen Ernährungstrends immer mehr nachgefragt werden.

„Ich habe auch nicht vor, Bekleidung oder Bücher am neuen Standort anzubieten“, sagt Schnabel, räumt aber ein, dass dass er sich bei der Gestaltung des Sortiments natürlich nach den Wünschen der Kunden richten wird.

Die Bedenken der Innenstadtkaufleute, dass ähnlich wie im Bereich In der Fluth zusätzliche Fachmärkte entstehen könnten, kann Schnabel zwar nachvollziehen, seiner Ansicht nach sind diese aber unbegründet. „Der Bebauungsplan sagt eindeutig, dass dort nur ein Markt gestattet ist.“

Stadtmarketing appelliert 

Vor dem Hintergrund der Ausweitung des Sortiments im Bereich In der Fluth hatte der Stadtmarketingverein an Rat und Verwaltung appelliert, bezüglich des ehemaligen Krankenhausgeländes keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen. Die Vertagung des Themas in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses wurde vom Arbeitskreis ausdrücklich begrüßt.

Von Niko Mönkemeyer

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