Fachwerk-Fünfeck will Besucher in Innenstädte ziehen

Tourismus-Konzept für Fachwerk soll Gäste in fünf Städte locken

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Osterode/Northeim. Die im Fachwerk-Fünfeck vereinten Städte Northeim, Hann. Münden, Einbeck, Duderstadt und Osterode sind sich einig.

Mit ihren Fachwerk-Innenstädten wollen sie Gäste locken, und zwar mit einem gemeinsamen Tourismuskonzept. Das wurde gestern in Osterode der Presse präsentiert. Erstes Ergebnis der Konzeption, die die Firma BTE-Tourismus- und Regionalberatung erstellt hat, ist ein 44-seitiger Reiseführer, in dem Sehenswürdigkeiten der fünf Städte vorgestellt werden. Ihm angegliedert ist auch eine Erlebniskarte, die auch touristisch interessante Punkte in der Region dazwischen aufzeigt, darunter Radwegeverbindungen und Wochenmärkte. Karte und Führer sollen ab Sommer kostenlos an Besucher und Einwohner ausgegeben werden.

Erstellt würden zudem gerade Imagefilme für die Fünfeckstädte, ergänzte Fachwerk-Managerin Anna Laura Ulrichs. In Arbeit sei auch ein Fachwerk-Fünfeck-Themenradweg. Er soll dieses Jahr fertig werden.

Das Konzept, so BTE-Mitarbeiter Oliver Melchert, soll weitaus mehr bieten, als die Grundlage für eine Broschüre. Es soll Handlungsschwerpunkte aufzeigen, die es abzuarbeiten gelte. „Wir wollen eine Fachwerk-Institution entwickeln und sie nach außen tragen.“ Ziel sei es, durch gemeinsame Vermarktung zum „Fachwerk-Reiseland Nummer 1 in Deutschland“ zu werden. Vorgeschlagen werden 37 Einzelmaßnahmen, mit denen es gelingen soll, Gäste in die Fachwerk-Region zu locken, national wie international.

„Das Fünfeck ist für uns eine Fläche, es sind nicht fünf Einzelstädte“, sagte Osterodes Bürgermeister Klaus Becker. Duderstadt Bürgermeister Wolfgang Nolte wünschte sich eine Verlängerung der Förderperiode durch den Bund, der bis Ende 2018 für das Fünf-Eck-Projekt 750 000 Euro bereitgestellt hat, beziehungsweise eine finanzielle Begleitung durch das Land in den darauf folgenden drei Jahren

Vorschläge aus dem Konzept

Das Tourismus-Konzept für das Fachwerk-Fünfeck schlägt unter anderem vor:

• Erstellung touristischer Erlebnispakete,

• Fachwerk-Route unter dem Motto „10 000-Fachwerkhäuser-Route“

• zentraler Veranstaltungskalender,

• Online-Buchung aller fünf Städte über gemeinsames Portal,

• Denkmal-Kunst-Projekt als dauerhaftes Festival entwickeln,

• Fachwerk im Stadtbild besser in Szene setzen,

• Verknüpfung der musealen Angebote ,

• E-Mobilität ausbauen,

• Einheitliche Beschilderung und Leitsysteme, (auch Begrüßungsschilder),

• Offensive Werbung in den sozialen Medien.

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