Trog-Fundament am Northeimer Bahnhof bis Mitte August fertig

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Besprechung auf der Großbaustelle: Bauleiter Jens Nowak (links) und Projektleiter Alexander Karrasch auf dem Fundament des Trogbauwerks. Unser Foto zeigt einen Blick in Richtung Sollingtor.

Northeim. Die Arbeiten auf der Großbaustelle an der Northeimer Bahnunterführung schreiten schneller voran als gedacht.

„Derzeit gehen wir davon aus, dass die Fundamente für unsere Badewanne bis Mitte August fertig sind“, sagt Projektleiter Alexander Karrasch und schmunzelt.

Mit „Badewanne“ ist das Trogbauwerk gemeint, durch das künftig der Autoverkehr unter den neuen Bahnbrücken hindurchfließen soll. „Wir bauen hier natürlich eine umgekehrte Badewanne, bei der das Wasser draußen bleiben soll“, ergänzt Karrasch. Um das zu erreichen, entstehen derzeit an beiden Seiten der künftigen Fahrbahn Mauern aus Stahlbeton, die dafür sorgen sollen, dass das Grundwasser nicht in die Badewanne gelangen kann. Regenwasser wird dann später über einen Kanal in der Mitte der Fahrbahn zu einem Pumpenhäuschen geleitet, das jetzt westlich der Bahntrasse gebaut wird.

Rückhaltebecken

„Weil man davon ausgehen muss, dass das Northeimer Kanalsystem nicht alle Wassermengen aufnehmen kann, die sich bei Starkregen im Trog sammeln, wird westlich der Trasse außerdem ein Rückhaltebecken entstehen“, erklärt Karrasch. „Das lässt allerdings die Straßenbaubehörde bauen, ebenso wie später die Fahrbahn sowie den Fuß- und Radweg. Wir errichten lediglich das Pumpenhäuschen, von dem aus das Regenwasser ins Rückhaltebecken befördert wird.“

Unter der Voraussetzung, dass das Wetter so gut wie in den vergangenen Monaten mitspielt, gehen Karrasch und Bauleiter Jens Nowack davon aus, dass das Befahren der Trogstrecke mit schwerem Gerät und damit der Abbau der Behelfsbrücken früher möglich sein wird als geplant.

Das bedeutet, dass die neuen Brücken schon im April 2018 fertig wären. Ursprünglich war das erst für Juni 2018 vorgesehen.

Die großen Spundwände, die jetzt noch für Stabilität rund um die Baustelle sorgen, werden laut Karrasch nicht dort bleiben und womöglich unter einer Erdschicht oder hinter einer Verkleidung verschwinden, erklärt Karrasch. „Sobald der Trog fertig ist, werden die Wände Segment für Segment wieder aus dem Boden gezogen, sodass lediglich die Betonkonstruktion übrig bleibt.“ Die werde allerdings später mit schallschützenden Klinkern verkleidet. Außerdem soll die „Badewanne“ später noch mit einem Abschlussprofil versehen werden, das dem Triebwagen eines ICE nachempfunden wird, ergänzt Karrasch und fügt hinzu: „Auch wenn hier natürlich später keine ICEs fahren werden, wenn die neuen Brücken fertig sind.“ Wenn das geschafft ist, stehen nur noch Restarbeiten wie das Anlegen und Bepflanzen von neuen Böschungen auf dem Programm, ehe der Trog an die Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim übergeben wird, die die neue Straße unter der Unterführung bauen lässt. Vorgesehen ist, dass die im November 2018 für den Verkehr freigegeben wird. (nik)

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