Typisierungsaktion für Celina: Erster Termin war gut besucht

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Gemeinsam im Einsatz: Mitschüler halfen bei der Typisierungsaktion in den Berufsbildenden Schulen I. Celina (hinten rechts) bedankte sich bei allen, die sie bei der Aktion unterstützt haben.

Northeim. Groß war am Dienstag der Andrang in der Aula der Berufsbildenden Schulen I in Northeim. 300 Personen ließen sich als Knochenmarkspender typisieren.

Aufgerufen dazu hatte der Musikproduzent Nils Brandt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Hoffnung, um für Celina Krechsky einen Stammzellenspender zu finden.

Die Schülerin leidet am Myelodysplastischen Syndrom (MDS). Dabei verlieren die Zellen des Knochenmarks ihre Fähigkeit, reife Blutzellen zu bilden. Nur ein Stammzellenspender kann das Leben der 17-Jährigen retten.

Nils Brandt sorgte außerdem für einen besonderen Höhepunkt, denn er hatte als Unterstützung den Supertalentgewinner 2014, Marcel Kaupp, eingeladen. „Ich will auf die Aktion aufmerksam machen, um Celina zu helfen“, sagte der 27-jährige Kölner. Zusammen mit Celina besuchte er am Samstag das Supertalent-Finale. „Es war wirklich cool, Dieter Bohlen zu treffen“, erzählte Celina.

Bei der Supertalent-Show: Celina mit Dieter Bohlen. Foto: nh

Die Schülerin der Berufsfachschule Wirtschaft betreibt mit ihrer Klasse HH 15 B1 eine Schülerfirma, die sich auf Veranstaltungsmanagement spezialisiert hat. „Die komplette Klasse hat die Typisierung geplant und dafür in der Schule geworben“, berichteten Klassenlehrer Christoph Niklaus und sein Stellvertreter Marcus Krohn. Mit Erfolg: Über 600 Schüler bekundeten ihr Interesse, darunter 100 Gymnasiasten des Corvinianums, die sich am Mittwoch bei einem weiteren Termin typisieren lassen. Den Zeitplan für die Northeimer Termine erstellte die Schülerfirma, damit nicht alle zur gleichen Zeit erscheinen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe Northeim unterstützte die Aktion mit fünf Rettungsassistenten, die unter Einwilligung der Spender sechs Milliliter Blut für die Typisierung im Göttinger Uniklinikum entnahmen.

Lecker: Celinas Patentante Ulla Alexandrow half, wie die ganze Familie, bei der Verpflegung der Spender.

„Zehn Merkmale des Blutes werden von der jeweiligen Person in der Spenderdatei registriert“, sagte Dr. Beatrix Pollok-Kopp, Leiterin der Knochenmarkspenderdatei Göttingen (KMSG). Alle Dateien werden der Zentralen Knochenmarkspendedatei in Ulm zur Verfügung gestellt, auf die Ärzte weltweit Zugriff haben. Wer sich bereits registriert hat, braucht sich kein zweites Mal typisieren zu lassen.

Eine Typisierung kostet rund 50 Euro, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Dafür springt der Verein Hoffnung ein, der seinerseits auf Spenden hofft. 30 Kooperationspartner der BBS I haben bereits 7000 Euro für die Typisierungsaktion gespendet.

Wer sich ebenfalls typisieren lassen will, kann dies entweder am Mittwoch, 16. Dezember, in der BBS I oder am Donnerstag, 17. Dezember, in der Kooperativen Gesamtschule Moringen jeweils von 9 bis 14 Uhr vornehmen lassen. Wer die Aktion finanziell unterstützen will, kann seine Spende auf das Konto des Fördervereins Hoffnung e.V. mit dem Kennwort „Celina“ bei der Sparkasse Göttingen überweisen, IBAN: DE07 2605 0001 0056 0450 99.

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- Celina aus Moringen braucht einen Stammzellspender und wirbt für Typisierung

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