Einheit aus 16 Tauchern aus der ganzen Region

Übung der Feuerwehrtaucher: Eiskalter Einsatz im Northeimer Kiessee

Beengter Einstieg ins eisige Wasser: Zwei dreieckige Löcher im Eis markierten Ein- und Ausstieg für die Eistaucher der Feuerwehr, die dazwischen eine Strecke von insgesamt zehn Metern in den eiskalten Fluten des Kiessees zurücklegen mussten. Fotos: Schrader

Northeim. Kameraden der Kreisfeuerwehrbereitschaft Northeim, die sich derzeit in Ausbildung zum Feuerwehrtaucher befinden, tauchten im kalten Kiessee ab.

Gemächlich fraß sich die Kettensäge mit ihren scharfen Zähnen in die zehn Zentimeter dicke Eisfläche des Kiessees. Nach kurzer Zeit war es vollbracht: Das dreieckige Loch mit einer Kantenlänge von einem Meter war gerade groß genug für die Feuerwehrtaucher, die zu Übungszwecken in das drei Grad kalte Wasser eintauchten.

Das Ziel: zehn Meter tauchen, um den eiskalten See dann durch ein weiteres Loch wieder zu verlassen. Maik Zimmermann eröffnete den Tauchgang. Nach und nach folgten die anderen.

Für alle Arbeiten galt: Sicherheit geht immer vor und so waren alle Taucher angeleint. Außerdem wartete ein ausgerüsteter Kamerad draußen, bereit, jederzeit einzugreifen, wenn Hilfe benötigt werden sollte.

„Ich rate jedem davon ab, aufs Eis zu gehen, da es einbrechen kann. Die Gefahr steigt mit zunehmenden Temperaturen“, warnte Stefan Junge, Zugführer der Feuerwehrtaucher, die zur Umweltfeuerwehr (Feuerwehrbereitschaft Vier) der Kreisfeuerwehrbereitschaft Northeim gehören.

„Dieses Jahr ist das Eis dick genug, um das Eistauchen zu üben“, sagte Junge. Die vergangenen zwei Winter sei hingegen zu wenig Eis auf dem Lieblingssee der Taucher gewesen, der wegen der Lage und seiner Begebenheit gerne für die Übung genutzt wird. „Das Eistauchen ist die Krönung der Ausbildung“, sagte Junge. Deshalb waren auch viele der sechs Taucher dabei, die derzeit die zweijährige Ausbildung absolvieren.

Aktuell bestehe seine Einheit aus 16 Tauchern, die aus der ganzen Region kommen. „Wir sind die einzige Taucheinheit in Südniedersachsen“, so Junge stolz.

Nutzten den Frost der vergangenen Tage für ihre Ausbildung: Die Eistaucher der Kreisfeuerwehr und ihre Kameraden.

„Deshalb sind wir auch in ganz Südniedersachsen unterwegs. Wenn es schnell gehen muss, werden wir mit dem Rettungshubschrauber zum Einsatz geflogen“, fügte Joachim Wolf hinzu. Der 65-jährige gehörte 1970 zu den Gründern der Taucheinheit. „Die schlimmsten Einsätze sind die mit Kindern“, sagte der ehemals selber aktive Taucher.

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