Umgestaltung der Innenstadt: SPD macht Dampf

Vergangenheit: So sah der Northeimer Münsterplatz Ende der 60-iger Jahre aus. Jetzt wird wieder eine Befestigung des Platzes und eine Teilöffnung der Fußgängerzone diskutiert. Foto:  Archiv

Northeim. Wenn es nach den Sozialdemokraten im Stadtrat geht, soll mit der Neugestaltung der Fußgängerzone schon in diesem Jahr begonnen werden.

Als erstes Projekt schlägt die SPD die Befestigung des Münsterplatzes vor. „Für diese Maßnahme, die kurzfristig angegangen werden könnte, müsste noch Geld vorhanden sein“, erläutert Fraktionssprecher Berthold Ernst. Auch der Planungsaufwand für die städtische Bürokratie dürfte sich dafür in Grenzen halten. „Die weiteren Vorschläge zur Verbesserung haben, ohne den desolaten Zustand der Fußgängerzone beschönigen zu wollen, etwas mehr Zeit.“ Die Fußgängerzone ist laut SPD einer der zentralen Bausteine im Konzept der Einkaufsstadt Northeim. „Es gibt eine große politische und gesellschaftliche Übereinstimmung für Veränderungen“, stellt Ernst heraus.

Intensiver Bürgerdialog 

Laut der SPD liegen vielfältige Vorschläge und Erkenntnisse zur Zukunft der Fußgängerzone vor. Die SPD hat durch einen intensiven Bürgerdialog seit Sommer 2014 viele weitere Anregungen und Ideen gesammelt und diese jetzt als Anträge für konkrete Maßnahmen zusammengefasst.

Münsterplatz:  Mit den aus dem Haushalt 2014 noch vorhandenen Mitteln wird die Rasenfläche des Münsterplatzes, unter Beibehaltung der grundsätzlichen Struktur des Platzes (Wege und Bäume), mit Rasengittersteinen befestigt.

Größe der Fußgängerzone: Im Umfeld der notwendigen Erneuerung der Oberflächen ist zu prüfen, ob die Größe noch sachgerecht ist. Die SPD-Ratsfraktion steht einer Diskussion über eine Verkleinerung der Fußgängerzone durch Einrichtung verkehrsberuhigter Bereiche (zum Beispiel Breites Straße-Ost, Wieterstraße, Am Münster) offen gegenüber. Auch eine probeweise Teilöffnung in diesen Bereichen könnte wertvolle Erkenntnisse bringen.

Erneuerung Oberflächen: Für die grundlegende Sanierung der Fahrbahnoberflächen werden folgende Rahmenbedingungen beschlossen: a) Die Pflasterung birgt im derzeitigen Zustand ein großes Gefahrenpotenzial für alle Fußgänger. b) Angestrebt werden sollte die Aufhebung der optischen Trennung zwischen Mittel- und Seitenstreifen. c) Das erneuerte Pflaster in der Göttinger Innenstadt könnte hinsichtlich der Materialauswahl als Vorbild dienen. d) Es sollte diskutiert werden, ob eine weitere Öffnung der Fußgängerzone für den Fahrradverkehr sinnvoll ist und ob eine eigene Fahrradspur bei der Erneuerung des Pflasters realisiert werden kann. e) Im Zuge der Sanierung ist der Zustand der Sitzgelegenheiten zu verbessern. Es sollten auch neue Spiel-, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten für alle Generationen geschaffen werden.

Sonstige Maßnahmen: Im Kontext einer baulichen Oberflächensanierung und einer möglichen baulichen Verkleinerung der Fußgängerzone müssten auch sonstige Maßnahmen diskutiert werden wie Veranstaltungen, Stärkung des Stadtmarketing oder Fragen zur Sauberkeit der Innenstadt.

Von Hans-J. Oschmann

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