Unterschriften gegen Abgabe der städtischen Kindergärten

Im Büro des Verwaltungs-Chefs: Daniela Gleitze (links) und Christine Hermsen (rechts) übergaben gemeinsam mit Julius und Greta Hermsen die Unterschriftenlisten an Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser. Foto: Mönkemeyer

Northeim. Mehr als 1000 Unterschriften gegen die Abgabe der städtischen Kitas an freie Träger haben die Elternvertreter jetzt an Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser übergeben.

Den Hauptgrund für die Ablehnung dieser Pläne sehen die Eltern in der großen Zufriedenheit mit der derzeitigen Situation in den städtischen Einrichtungen.

Mit ihrer Unterschrift unterstützen die Unterzeichner die Forderung der Eltern, das von einer Arbeitsgruppe erstellte Kindertagesstätten-Konzept umzusetzen. Dies sieht in der gegenwärtigen Fassung den weiteren Betrieb der Kitas in städtischer Trägerschaft, aber auch die Schließung zweier Einrichtungen sowie die Umwandlung eines Kindergartens in eine Krippe vor.

Damit zeigten die Eltern, dass ihnen die Notwendigkeit von Umstrukturierungen durchaus bewusst sei, heißt es auf dem Unterschriftenbogen, der im gesamten Stadtgebiet an die Eltern verteilt worden war. Es gehe also keineswegs um eine strikte Ablehnung von Veränderungen. Vielmehr wünschen sich die Eltern, dass das Kindertagesstättenkonzept an die neuen Zahlen angepasst wird und dann flexible Lösungen im Interesse der Eltern, der Erzieherinnen und der Verwaltung erarbeitet werden.

„Dabei möchten die Eltern gerne eingebunden werden“, sagte Daniele Gleitze aus Hillerse, die gemeinsam mit Christine Hermsen aus Northeim die Unterschriftenliste im Northeimer Rathaus übergab.

Kindergarten Hillerse

Darüber hinaus überreichte sie Tannhäuser noch eine Petition für den Hillerser Kindergarten. Darin fordern die Unterzeichner neben dem Verbleib der Kindertagesstätte in Trägerschaft der Stadt Northeim die Fortsetzung der Betreuung für Kinder ab zwei Jahre und den Erhalt der Vorschulgruppe.

Deren hohe Qualität sei in den vergangenen Jahren von den Grundschulen immer wieder bestätigt worden, betonte Gleitze. „Und wir befürchten, dass diese erfolgreiche Arbeit bei der Abgabe des Kindergartens an einen anderen Träger möglicherweise nicht mehr in der bewährten Art fortgesetzt werden kann.“ (nik)

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