Unwetter in Northeim: Hohe Schäden, aber keine Verletzten

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Northeim. Der Orkan fegt mit Stärke 12 über den Landkreis Northeim.

Das von den Wetterexperten prognostizierte und von den Medien als Warnung unentwegt angekündigte Unwetter am Sonntag ließ zwar lange auf sich warten, prasselte dann aber umso heftiger über dem Landkreis Northeim nieder.

Zwar gab es nachmittags am Himmel schon des öfteren drohende dunkle Wolkenberge, so richtig los ging es aber erst gegen 18.20 Uhr. Sturm- und Orkanböen fegten über die Region und es gab heftige Regengüsse. Ab diesem Zeitpunkt standen die Feuerwehren im Groß- und Dauereinsatz.

Das Erfreuliche zuerst. Nach vorliegenden Erkenntnisse wurde während des Unwetters niemand verletzt. Das Unerfreuliche: Es gab jede Menge Schäden, die wahrscheinlich im sechsstelligen Bereich liegen. Unter anderem wurden mindestens fünf Autos durch herabstürzende Bäume mehr oder minder stark in Mitleidenschaft gezogen.

Einige Bäume stürzten auf angrenzende Gebäude oder zerschmetterten Zäune, andere stürzten auf die Straßen und machten den Autofahrern die Weiterfahrt unmöglich. Die Feuerwehren beseitigten diese Verkehrshindernisse. Auch der Strom war in einigen Bereichen des Landkreises zeitweise ausgefallen.

HNA-Wetterexperte Siegfried Rohde konnte dem Unwetter auch etwas Positives abgewinnen. Nach der langen Trockenperiode in den vergangenen Wochen hat er in Moringen auf dem Kirchberg innerhalb kurzer Zeit eine Niederschlagsmenge von 28,5 Liter pro Quadratmeter gemessen. „Nur ein wenig weiter in der Einbecker Straße waren es sogar fast 30 Liter“, sagte Rohde.

Schäden nach Unwetter im Kreis Northeim

Der Sturm war seinen Angaben zufolge mehr als heftig. Zwar bewahrheiteten sich die Warnhinweise auf mögliche Tornados nicht, aber laut Rohde gab es Orkanböen mit einer Stärke von elf und zwölf. Das entspricht einer Geschwindigkeit zwischen 188 und 133 Kilometer pro Stunde.

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