Theater der Nacht plant historisch-märchenhaften Pfad

Urige Skulpturen sollen Touristen nach Northeim locken

Beliebtes Fotomotiv: Diese urige Skulptur eines zuschauenden Feuerwehrmanns steht seit zwei Jahren am Northeimer Markt. Sie erinnert an die Feuersbrunst von 1832, der das Rathaus zum Opfer fiel. Der Feuerteufel, der hinter dem Rücken hervorschaut, ist eine Figur aus dem Stück „die Regentrude“, das im Theater der Nacht gespielt wird. Die Figur soll in den Skulpturenpfad einbezogen werden. Foto: Gödecke

Northeim. Eine neue Touristenattraktion plant das Theater der Nacht für die Northeimer Innenstadt. Noch in diesem Jahr soll ein Skulpturenpfad mit urig verschmitzten Figuren entstehen, die Stadtgeschichte und Märchenhaftes miteinander verbinden und einen Bezug zum einzigartigen Figurentheater in der Kreisstadt herstellen sollen.

Mit ins Boot genommen haben die Theaterchefs Ruth und Heiko Brockhausen die Kreis-Sparkasse Northeim, die anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens den ersten Teil des Skulpturenprojektes der Stadt spendieren möchte. Der Stadtrat hat die angekündigte Spende von 30 000 Euro für die ersten sechs mannshohen Figuren bereits angenommen.

Insgesamt soll der Pfad 15 Figuren aufweisen, wobei die Skulptur des Feuerwehrmannes auf dem Marktplatz, den das Theater der Nacht vor zwei Jahren aufstellen ließ, mit einbezogen werden soll.

Realisiert werden sollen die Skulpturen von Schülern der Bildhauerklasse der Berufsfachschule für Holzschnitzerei in Berchtesgaden. Die hatte einst auch Theaterleiter Heiko Brockhausen besucht, der noch heute dorthin enge Kontakte unterhält. Schüler der Klasse haben bereits Modelle im Kleinformat erarbeitet, die nun in Northeims Innenstadt verwirklicht werden sollen.

Dem Kulturausschuss des Rates wurde das Projekt des Theaters, das in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert, Ende November vorgestellt. Der Rat billigte im Dezember die von der Kreis-Sparkasse angekündigte Spende.

Die ersten sechs aus Figuren aus einer Mischung aus Beton und Polymer sollen laut Konzept im Mai von den Bildhauer-Schülern aus Berchtesgaden in Northeim innerhalb von zwei Wochen entstehen. Das Theater der Nacht sieht dies als Anfang des Skulpturenprojektes, dem später acht weitere Figuren folgen sollen. Diese sollten möglichst wieder über Sponsoren oder Patenschaften finanziert werden, die die Stadt vergibt.

„Wenn die Fußgängerzone neu gepflastert wird, könnte in den Steinen auch ein Weg von einer Skulptur zur nächsten markiert und damit ein historischer Rundgang installiert werden,“ betont Heiko Brockhausen. Für Besucher könnte eine Karte gestaltet werden, auf der alle Skulpturen mit Geschichten verzeichnet sind. Brockhausen: „Das wäre eine einzigartige Attraktion für Bewohner und Besucher Northeims.“

In Abstimmung mit der Northeimer Tourist-Information sind von den Initiatoren des Skulpturenpfades 15 mögliche Standorte vorgeschlagen. Es sind:

• Alter Friedhof,

• Medenheimer Platz,

•Museum (Münzschatz),

• Vor St. Blasien,

• Vor der Kreis-Sparkasse (Momo),

• Am Marktplatz,

• An der Alten Wache,

• Eingang Mühlenstraße,

• Breite Straße-Ost (Zwerg Nase),

• Eingang der Wieterstraße,

• Park Tourlaviller Wall gegenüber von St. Sixti (Teufel mit Kirchturm),

• Alte Brauerei,

• Bleichewall (Regentrude),

• Stadtmauer (Zwerg).

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