Nabugruppe Harzvorland bittet Bürger um Unterstützung

Usutu-Virus sorgt für großes Amselsterben

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Durch das Usutu-Virus besonders gefährdet: Die Amsel.

Northeim. Wer in diesen Tagen tote Amseln oder andere verendete Vögel findet, soll diese einsammeln und verschicken. Das empfiehlt der Naturschutzbund (Nabu).

Hintergrund ist, dass das aus Südafrika stammende Usutu-Virus, das bereits 2011 in Deutschland für ein großes Vogelsterben gesorgt hat, in diesem Jahr weitere Regionen erfasst, wobei laut Nabu insbesondere der Norden Deutschlands betroffen ist. Die 2018 bislang gemeldeten Fälle übertreffen die Zahlen aus den Vorjahren deutlich, was nach Ansicht von Experten für einen sogenannten Verbreitungssprung des Virus spricht. Die meisten toten Vögel gibt es in Regionen, in denen das Virus sich erstmalig ausbreitet.

In den vergangenen Tagen seien der Nabu-Gruppe Harzvorland viele tote Amseln gemeldet worden, berichtet Vorsitzende Hildegunde Steffens. Diese Funde alle einzuschicken, um festzustellen zu können, ob das Virus tatsächlich für den Tod der Vögel verantwortlich ist, sei für die Nabu-Gruppe vor Ort aus logistischen Gründen allerdings nicht möglich. Daher bitte man alle Naturfreunde um Unterstützung.

Der Nabu betont, dass tote Vögel nur mit Schutzhandschuhen oder einer umgestülpten Plastiktüte angefasst werden sollten.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, wird gebeten, gefundene Vögel zügig zu versenden – idealerweise zusammen mit einem Tiefkühlakku sicher verpackt an folgende Adresse: Bernhard-Noch-Insitiut, Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Bernd-Noch-Str. 74 in 20350 Hamburg. Ist ein sofortiger Versand nicht möglich, wird darum gebeten, die toten Vögel zunächst tiefgefroren aufzubewahren.

Die einfache Meldung toter Tiere ist auch hier online möglich.

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