Northeims Polizeichef geht in den Ruhestand

Verabschiedung von Hans Walter Rusteberg: Das Gesicht der Northeimer Polizei tritt ab

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Verabschiedung: Von Northeims Bürgermeister Simon Hartmannn (rechts) erhielt Hans Walter Rusteberg einen Träger Northeimer Bier und eine historische Northeimer Stadtansicht. 

Northeim – Eine Ära ist zu Ende gegangen. Nach 28 Jahren an der Spitze der Polizei im Landkreis Northeim hat Hans Walter Rusteberg am Freitag aus den Händen von Polizeipräsident Uwe Lührig seine Versetzungsurkunde in den Ruhestand erhalten.

Lührig dankte dem Leitenden Polizeidirektor bei der Verabschiedungsfeier in der Alten Wache in Northeim für seine Loyalität und dafür, was er an der Spitze der Polizeiinspektion Northeim geleistet habe. Dabei verwies er auf die hohe Aufklärungsquote und die niedrige Kriminalitätsrate. Der Landkreis Northeim sei einer der sichersten in Niedersachsen. Das sei auch ein Verdienst von Rusteberg.

Uwe Lührig, Poliziepräsident der Polizeidirektion Göttingen

Northeim werde sich daran gewöhnen, dass es die Polizei auch ohne den langjährigen PI-Leiter gibt, sagte der Polizeipräsident.

Dass das wohl ein bisschen dauern wird, betonte Bürgermeister Simon Hartmann in seinem Grußwort. „Ich kann mir die Polizeiinspektion ohne Hans Walter Rusteberg noch gar nicht vorstellen“, sagte Hartmann.

Er dankte – auch im Namen der übrigen Bürgermeister aus dem Landkreis Northeim – dem scheidenden Polizeichef dafür, immer ein offenes Ohr für die Belange der Städte und Gemeinden gehabt zu haben.

Rusteberg habe Spuren im Landkreis hinterlassen, hob der erste Kreisrat des Landkreises Northeim, Jörg Richert, hervor. Unter anderem habe er sich als Netzwerker um die Kontakte zwischen Polizei, Rettungsdiensten, Feuerwehren und Verwaltungen verdient gemacht. Auch Kreisbrandmeister Marko de Klein lobte, wie gut die Zusammenarbeit mit Rusteberg immer funktioniert habe.

Rusteberg habe mit seinem Namen für die Polizei im Landkreis gestanden, hob auch Niklas Fuchs hervor. Der Polizeioberrat ist der zweite Mann an der PI-Spitze.

Er betonte auch Rustebergs soziales Verhalten als Vorgesetzter, der sich sehr um die Belange von Mitarbeitern gekümmert habe, die private oder gesundheitliche Probleme hatten. Auch außerhalb des Dienstes engagiere sich Rusteberg sozial, beispielsweise im Rotary Club.

Ähnlich äußerte sich Armin Bock vom Personalrat der PI. „Das Binnenklima hat gestimmt“, sagte Bock. Er lobte, dass Rusteberg bei allen Entscheidungen auch die Belange der Mitarbeiter mit einbezogen und immer gut mit dem Personalrat zusammen gearbeitet habe.

Michael Weiner, designierter künftiger Leiter der Polizeiinspektion Northeim

Fuchs begrüßte aber auch den designierten Nachfolger von Rusteberg. Anfang März wird Michael Weiner die Leitung der PI übernehmen. Der 50-Jährige, der Fußballfans als ehemaliger Fifa-Schiedsrichter ein Begriff ist, hat bisher ein Dezernat in der Polizeidirektion in Göttingen geleitet. Bis 2014 war er vorher Chef des Polizeikommissariats in Holzminden. Weiner, der als Gast bei der Verabschiedung von Rusteberg dabei war, wird am 11. März feierlich in sein Amt eingeführt

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