Buch dreht sich um Mordserie unter verurteilten Verbrechern

Yvonne Stöckemann-Paare bringt ihren ersten Thriller auf den Markt

Autorin Yvonne Stöckemann-Paare mit zwei Exemplaren ihres Thrillers „Das zweite Urteil“
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Die Autorin strahlt: Ihre Vorfreude auf das Erscheinen ihres ersten Thrillers ist Yvonne Stöckemann-Paare ins Gesicht geschrieben.

Trotz Corona-Pandemie und des gerade aktuellen zweiten Lockdowns im trüben November bekommt Yvonne Stöckemann-Paare das Lachen nicht aus ihrem Gesicht. Grund ist die Vorfreude der Autorin auf ihren ersten Thriller.

Imbshausen – In dem Werk geht es passend zur Jahreszeit düster zu. Morde aus der Vergangenheit und in der Gegenwart sollen die Leser fesseln.

Besonders makaber: Bei den aktuellen Opfern handelt es sich um verurteilte Mörder, die ihre Strafen bereits verbüßt haben. Aber es scheint jemanden zu geben, dem das nicht reicht. Und so sterben diese Personen im südniedersächsischen Raum auf die gleiche Art, wie sie selbst gemordet haben. Der Vollstrecker hat über sie „Das zweite Urteil“ verhängt. So lautet der Titel des Buches der Imbshäuserin.

Yvonne Stöckemann-Paare hat intensiv für ihr Werk recherchiert, denn es ist keineswegs alles ihrer Fantasie entsprungen. Da gibt es Berichte über den Scharfrichter Christian Schwarz, der Verbrecher öffentlich mit dem Schwert enthauptete. Er führte die letzte Hinrichtung in Göttingen aus, bei der ein Hausmädchen zum Tode befördert wurde. Diese Szene stammt aus dem vorigen Buch „Rike“ der Imbshäuserin, einem Roman.

Scharfrichter Schwarz war ein Hühne von 1,92 Meter, erzählt die Autorin, und ein einsamer Mensch. Denn Scharfrichter wurden von ihren Mitmenschen gemieden, weil ihr Tun als unrein galt. Gleichzeitig jedoch wurden sie bei den Hinrichtungen, die einem Volksfest glichen, von den Schaulustigen umjubelt.

Bei ihren Recherchen ist Stöckemann-Paare auf einen direkten Nachkommen des Scharfrichters gestoßen, den in Goslar lebenden Moritz Schwartz, der sich mit „tz“ schreibt. Er kennt die Geschichte der Scharfrichter-Familie sehr gut.

Das Schwert aus dem 17. Jahrhundert existiert seinen Berichten zufolge immer noch, befindet sich im Heimatmuseum in Lamspringe (Landkreis Hildesheim). Auf der scharfen Klinge sind die Worte „Thue recht und scheue niemandt“ eingraviert.

Jo-Ann Hattenkofer hat mit ihrer Zeichnung den Wettbewerb gewonnen. Es ist die einzige Illustration im Buch.

Es gibt eine weitere Verbindung zum vorigen Buch der Autorin, die sich zufällig ergeben hat. Die HNA hatte zu einem Zeichen-Wettbewerb aufgerufen, weil Stöckemann-Paare eine Bleistift-Illustration eines jungen Mädchens in ihr Buch einbauen wollte.

Jo-Ann Hattenkofer aus Sudheim wurde sofort von ihrer Familie aufgefordert, mitzumachen, weil sie Zeichentalent besitzt. Sie hatte den Artikel ebenfalls gelesen und sich ans Werk gemacht – und gewann unter allen Einsendern.

„Es war eine Menge Arbeit, ich habe mir die Pose des jungen Mädchens immer wieder vor- und nachgestellt“, erzählt die 18-Jährige. Für Jo-Ann Hattenkofer und Yvonne Stöckemann-Paare gab´s ein freudiges Wiedersehen, denn die Sudheimerin hatte im Trailer zum Buch „Rike“ die Titelrolle gespielt. Eben die Rike, die vom Scharfrichter enthauptet wurde.

„Das zweite Urteil“ ist gerade im Northeimer Grimpe-Verlag von Tobias Janus erschienen. „Der November ist ein guter Lesemonat“, bestätigt Janus.

Das Buch ist ab sofort erhältlich. „Das zweite Urteil“ von Y. S. Paare erscheint im Grimpe Verlag, trägt die ISBN 973-3-943465-13-3, hat 274 Seiten und kostet 12,95 Euro. Hans-Joachim Oschmann

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