Verfahren nach Angriff auf Jugendtrainer in Northeim läuft

Ein Angriff mit Schlagstöcken auf den Trainer der Fußball-A-Jugendmannschaft des SV 07 Moringen bei einem Turnier in Northeim hat zur Einleitung eines Strafverfahrens geführt.

Es richtet sich gegen einen 41-jährigen Northeimer serbischen Ursprungs und dessen beiden Söhne im Alter von 15 und 21 Jahren. Sie werden der gefährlichen Körperverletzung bei einem Turnier in der Northeimer Schuhwallhalle am 6. Februar bezichtigt.

Laut Lutz Exner, Leiter des ersten Fachkommissariats bei der Polizeiinspektion Northeim, waren nach den Geschehnissen in der Halle, bei denen der Moringer Jugendtrainer leicht verletzt wurde, umfangreiche Ermittlungen angelaufen, in deren Verlauf viele Zeugen gehört worden seien. Letztere hätte dabei viel Courage gezeigt, weil viele von ihnen nach der Tat verängstigt gewesen seien.

Aufgrund der gesammelten Erkenntnisse nahm die Polizei auf richterlichen Beschluss der Staatsanwaltschaft kürzlich mit 20 Beamten eine Hausdurchsuchung in der Wohnung der mutmaßlichen Täter in der Northeimer Südstadt vor. Dabei stellten die Ermittler die Teleskop-Schlagstöcke sicher, mit denen der Trainer im Februar attackiert worden sein soll.

Außerdem fanden die Beamten mehrere kleinere Päckchen Kokain und mehrere tausend Euro Bargeld, das sie ebenfalls sicherstellten, weil der Verdacht besteht, dass das Geld aus Dealergeschäften stammt.

Der 15-Jährige, der seinerzeit noch Mitglied bei den Nord-Kickern war, deren A-Jugend bei dem besagten Turnier gegen die Moringer Mannschaft gespielt hat, sein 21-jähriger Bruder und der Vater werden beschuldigt, den Moringer Trainer und eine weitere Person vor der Siegerehrung in der Halle mit den Schlagstöcken geschlagen zu haben.

Kurz zuvor war es vor der Tür bereits zu einem Streit zwischen den Jugendlichen, die als Zuschauer anwesend waren, und dem Trainer gekommen, bei dem es um den Spielverlauf gegangen sei.

Der Vater und seine beiden Söhne, die alle deutsche Staatsangehörige sind, wurden nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie sollen jetzt erst einmal untergetaucht sein.

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