Stadt Northeim ruft zum Mitmachen auf

Versunkene Stadt als Riesen Theater-Projekt

Werben fürs Kulturprojekt „Versunkene Stadt“: Stadtmacher-Sprecher Jan Mönnich, Theaterleiterin Ruth Brockhausen, Theater-Praktikantin Reneé Donnerstag, Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser und Theaterchef Heiko Brockhausen. Als erste Requisiten präsentieren sie Quallen-Kostüme im Prototyp. Foto: Gödecke

Northeim. Es dürfte das wohl ungewöhnlichste Kultur-Gemeinschaftsprojekt werden, das in Northeim jemals stattgefunden hat.

Das Theater der Nacht als Hauptinitiator, die Stadt Northeim und das Netzwerk die Stadtmacher, dem über 40 Vereine und Verbände in der Stadt angehören, rufen zum Mitmachen beim Projekt „Northlantis – die versunkene Stadt“ auf.

„Wir möchten mit dem Projekt auf spielerische Art und Weise die Stadtentwicklung voranbringen und dabei auch das Wir-Gefühl der Northeimer, betont Stadtmacher-Sprecher Jan Mönnich.

Das von der Stadt Northeim mit 12 000 Euro unterstützte Vorhaben, an dem sich möglichst viele Gruppen, Vereine, Schulen, Kitas und auch Einzelpersonen mit kreativen Aktionen beteiligen sollen, ist auf ein Jahr angelegt mit Start im Juni dieses Jahres und einem großen Finale im Juni 2018. Dann soll in der Fußgängerzone und auf dem Münsterplatz ein aufsehenerregendes „Meeres-Theater-Stadtfest“ stattfinden.

Alle Aktionen sollen in eine Rahmenhandlung eingebaut werden, betont Ruth Schmitz, Chefin des Theaters der Nacht.

Brockhausen;: „Stellen Sie sich vor, dass Northeim vor 500 Jahren im Meer versunken ist und zu Northlantis wurde. Die Bewohner haben sich mit dem Leben in der Tiefsee arrangiert und dabei außergewöhnliche Lebensformen entwickelt. Tiefseeforscher Prof. Dr. Trockhoff hat die Stadt wiederentdeckt und will mit seiner Forschung berühmt werden, doch Bewohner sind mit ganz anderen Dingen beschäftigt.“

Rahmenhandlung

In diese Rahmenhandlung, in der auch das große, fahrbare U-Boot des Theaters der Nacht seinen Auftritt haben wird, sollen die Ideen der hoffentlich vielen Northeimer Gruppen eingebunden werden. Erste Mitmacher hätten sich bei einer Infoveranstaltung der Stadtmacher schon gemeldet, berichtet Mönnich.

Der Kreativität der Gruppen, wie es in Northlantis aussieht und wie es möglicherweise gemeinschaftlich sogar wieder vom Meeresgrund gehoben werden kann, sind laut Ruth Brockhaussen keine Grenzen gesetzt. „Theater, Videoprojektionen, Tanz, Ausstellungen, Skulpturen, Masken – alles und noch mehr ist denkbar und erwünscht.“

„Das Projekt passt bestens zur beginnenden Innenstadtsanierung“, betont Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser, der sich zugleich durch das Vorhaben eine Stärkung des Northeimer Gemeinschaftsgefühls wünscht.

Vielleicht könne die Aktion mehr Menschen motivieren, zu zeigen, was die Stadt Northeim für sie ausmacht, aber auch, zu überlegen, was sie zum Gemeinwesen beitragen können.  

Kontakt: Jan Mönnich, Tel. 05551/3910

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