Bodenfelde: Anwalt von Jan O. kündigt Geständnis für Freitag an

Northeim. Sein Geständnis wird Jan O. nach den Worten seines Pflichtverteidigers, des Northeimer Rechtsanwalts Markus Fischer, so schnell wie möglich abgeben. Laut den Ermittlern steht fest, dass Jan O. die beiden Jugendlichen aus Bodenfelde getötet hat.

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Aus terminlichen Gründen, sei die Aussage des Verdächtigen aber erst Ende der Woche zu erwarten. Sein Mandat habe ihm deutlich die Bereitschaft signalisiert, umfassend auszusagen. Im Gespräch habe der 26-Jährige ihm gegenüber die Taten eingeräumt und die beiden Tatzeitpunkte genannt, die auch durch die Obduktion der Leichen von Nina B. und Tobias L. ermittelt worden sind. „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Geständnis am Freitag vorlegen werden", sagte Fischer.

Markus Fischer

Seine Aufgabe als Pflichtverteidiger sei es, dafür zu sorgen dass der Verdächtige, ein rechtsstaatliches Verfahren bekomme, betonte Fischer. Erst nachdem er die umfangreiche Ermittlungsakte kenne, könne es ein Geständnis seines Mandanten geben. Er müsse die Ermittlungsergebnisse kennen, um die Aussagen des Verdächtigen nachvollziehen zu können. Weil der Verdächtige vor Freitagmittag keine Angaben zur Sache machen wird, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass es erst Anfang nächster Woche zu einem Geständnis kommen wird.

Fotos von der Pressekonferenz

Pressekonferenz: Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde

Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna
Aufgeklärter Doppelmord in Bodenfelde © hna

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Die Polizei vermutet, dass der als Drogenkonsument bekannte Jan O. seelische Probleme hat. „Wir gehen davon aus, dass er psychisch krank ist“, sagte der Chef der Mordkommission, Hartmut Reinicke. Kriminaldirektor Borchert glaubt, „dass er das Potenzial zum Serienmörder aufweist“. Es solle geprüft werden, ob Jan O. für ähnliche Taten in anderen Regionen verantwortlich sein könnte.

Im Zusammenhang mit der Bluttat hatte der mutmaßliche Täter Jan O. unterdessen möglicherweise ein drittes Opfer im Visier. Der 26-Jährige habe am Samstagabend ein weiteres Mädchen angesprochen, sagte der Leiter der Mordkommission, Hartmut Reinecke, auf einer Pressekonferenz in Northeim. Jan O. habe Handynummern austauschen wollen. Das Mädchen sei jedoch schlau gewesen und habe nur nach der Nummer von Jan O. gefragt. Über Internetrecherchen eines Kripobeamten auf der Netlog-Seite des 26-Jährigen fanden sich verdächtige Hinweise, die zur Festnahme des 26-Jährigen führten.

Doppelmord in Bodenfelde

 © HNA/Dumnitz
 © HNA/Dumnitz
Polizisten der Bereitschaftspolizei Göttingen steigen am Montag vor dem Feuerwehrhaus in Bodenfelde aus ihren Autos. © dapd
Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr bauen Beleuchtung für die Spurensicherung auf. © dapd
In unwegsamem Gelände sind am Sonntagnachmittag nahe des Mühlengrabens in Bodenfelde die zwei Leichen gefunden worden. © Dumnitz/Schmidt-Hagemeyer
Ein Polizist geht über eine Wiese zu einem Bach, in dessen Nähe die Leichen der zwei Jugendlichen gefunden wurden. © dapd
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung sucht neben einem Bach am Rande eines Wäldchens. © dapd
In unwegsamem Gelände sind am Sonntagnachmittag nahe des Mühlengrabens in Bodenfelde die zwei Leichen gefunden worden. © Dumnitz/Schmidt-Hagemeyer
 © Dumnitz/Schmidt-Hagemeyer
In unwegsamem Gelände sind nahe des Mühlengrabens in Bodenfelde die zwei Leichen gefunden worden. © Dumnitz/Schmidt-Hagemeyer
Polizeiautos stehen nach dem Fund in Bodenfelde. © Dumnitz/Schmidt-Hagemeyer
Anwohner stehen zusammen nachdem die beiden Jugendlichen gefunden wurden. © Dumnitz/Schmidt-Hagemeyer
In unwegsamem Gelände sind nahe des Mühlengrabens in Bodenfelde die zwei Leichen gefunden worden. © Dumnitz/Schmidt-Hagemeyer
Zwei Polizisten sichern am Sonntag Spuren nach dem Fund der zwei toten Jugendlichen. © dpa
Ein Polizeiauto steht vor dem Friedhof in Bodenfelde, nachdem in der Nähe die Leichen von zwei Jugendlichen gefunden wurden. © dpa
In unwegsamem Gelände sind  nahe des Mühlengrabens in Bodenfelde die zwei Leichen gefunden worden. © Dumnitz/Schmidt-Hagemeyer
Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr bauen Beleuchtung für die Spurensicherung auf. © dpa
Zwei Polizisten sichern am Sonntag Spuren nach dem Fund der zwei toten Jugendlichen. © dpa
Zwei Anwohner zünden am Sonntag Kerzen in Bodenfelde an. © dpa
Zwei Anwohner zünden Kerzen in Bodenfelde an. © dpa
Ein Kameramann filmt am Sonntag die Absperrung eines Tatortes in Bodenfelde, nachdem die Leichen von zwei Jugendlichen hier gefunden wurden. © dpa
Zwei Polizisten sichern am Sonntag die Absperrung des Tatortes in Bodenfelde. © dpa
Mehrere Polizisten der Spurensicherung untersuchen den Tatort in Bodenfelde im Landkreis Northeim. © dpa
Mehrere Polizisten der Spurensicherung untersuchen den Tatort in Bodenfelde im Landkreis Northeim. © dpa
Ein Kameramann filmt in Bodenfelde, nachdem die Leichen von zwei Jugendlichen hier gefunden wurden. © dpa
Anwohner zünden am Sonntag Kerzen in Bodenfelde an. © dpa
Anwohner zünden Kerzen in Bodenfelde an. © dpa
Mehrere Polizisten der Spurensicherung untersuchen den Tatort in Bodenfelde. © dapd
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung kommt in Bodenfelde vom Mühlenbach. © dapd
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung geht hinter einem abgesperrten Zugang zu einem Weg am so genannten Mühlenbach, der durch den Ort führt, an dem am Nachmittag zwei tote Kinder gefunden worden sind, während im Hintergrund die Ausleuchtung durch die Spurensicherung zu sehen ist. © dapd
Polizisten stehen am Sonntag in Bodenfelde am abgesperrten Zugang zu einem Weg am sogenannten Mühlenbach. © dapd
Anwohner haben Kerzen in Bodenfelde angezündet. © dapd
Die beiden Jugendlichen gingen auf die Heinrich-Roth-Gesamtschule. © dapd
Ein Polizeiwagen steht am Montag in Bodenfelde vor der Heinrich-Roth-Gesamtschule. Nach dem Fund der Jugendlichen, die Schüler der Gesamtschule waren, dauern die Ermittlungen an. © dapd
Das Foto vom zeigt ein Ortseingangsschild von Bodenfelde. © dapd
Das Foto zeigt ein Ortseingangsschild von Bodenfelde. © dapd
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Zahlreiche Ü-Wagen von Fernsehteams aus ganz Deutschland sind zurzeit in Bodenfelde. © Oschmann
Zahlreiche Fernsehteams aus ganz Deutschland sind zurzeit in Bodenfelde. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Bei einer Pressekonferenz geben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Informationen zu den Mordfällen. © Oschmann
Ein Polizist in Wathose verlässt in Bodenfelde den Ort, nahe dem die Leichen von zwei Jugendlichen gefunden wurden. © dpa
Mit Kerzen und Blumen wird in Bodenfelde der zwei ermordeten Jugendlichen aus dem Ort gedacht. © dpa
Reste von Flatterband der Polizei liegen am Montag nahe des Fundortes in Bodenfelde am Boden. © dpa
Reste von Flatterband der Polizei hängen nahe des Fundortesim Gebüsch. © dpa
Reste von Flatterband der Polizei hängen am Montag nahe des Fundortes in Bodenfelde. © dpa
Das Umfeld des Fundortes in Bodenfelde. © dpa
Reste von Flatterband der Polizei hängen am Montag nahe des Fundortes in Bodenfelde. © dpa
Mordopfer Nina B. © dpa
Mordopfer Tobias L. © dpa
Kerzen stehen am Montag (22.11.2010) nahe der Fundstelle an der tags zuvor die Leichen von zwei Jugendlichen in Bodenfelde gefunden wurden. © dpa
 © Dumnitz
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 © Dumnitz
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 © Dumnitz
 © Dumnitz
 © dpa/Rampfel
 © dpa/Rampfel
 © dpa/Rampfel

Bei der Festnahme am Montagabend in einem Zug am Bahnhof von Bodenfelde hatte er laut Reinecke eine Verletzung an der linken Hand. Auf die Frage, wo er sich diese zugezogen habe, antworte Jan O., dass er mit einer Flasche in der Hand in Göttingen gestürzt sei. Die Wunde habe er in einem Göttinger Krankenhaus behandeln lassen. Dieses Alibi konnte die Polizei jedoch widerlegen. Daraufhin wurde die Kleidung und die Verletzung des Verdächtigen untersucht, sagte Reinecke. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Verletzung nicht von einem Sturz habe kommen können. Am Dienstag sei daraufhin Haftbefehl gegen Jan O. wegen Mordes in zwei Fällen erlassen worden. Er wurde in die JVA Roßdorf bei Göttingen gebracht.

Der 26-Jährige sei 2007 schon einmal in Uelzen wegen Diebstahls zu zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden, wegen seiner Drogenabhängigkeit sei die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet worden. Es liefen derzeit zudem noch Verfahren wegen Brandstiftung. (ows/mak/dpa)

Fotos: Das Netzwerkprofil von Jan O.

Bluttat von Bodenfelde: Das Netzwerkprofil von Jan O.

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