Förster Jonas Fürchtenicht zieht positive Bilanz

Fällarbeiten im Northeimer Stadtwald bald beendet

Förster Jonas Fürchtenicht sitzt auf einem Baumstamm und zeigt, wie stark die Schädigung der Buchen am Philosophenweg schon vorangeschritten war.
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Förster Jonas Fürchtenicht zeigt, wie stark die Schädigung der Buchen am Philosophenweg schon vorangeschritten war.

Das Fällen der Bäume am Northeimer Philosophenweg war dringend notwendig.

Northeim – Die umfangreichen Baumfällarbeiten am Northeimer Philosophenweg sind zum größten Teil erledigt. Das teilte der Moringer Stadtförster Jonas Fürchtenicht, der auch für die Bewirtschaftung des Northeimer Stadtwaldes zuständig ist, mit.

„In den nächsten zwei Wochen müssen wir nur noch vier von insgesamt 40 Buchen fällen, und dann folgen hier die Aufräumarbeiten“, erläutert er den aktuellen Stand der forstwirtschaftlichen Maßnahme.

Die war notwendig geworden, weil zahlreiche Buchen durch die Trockenheit der vergangenen drei Jahre so stark geschädigt waren, dass eine Gefährdung von Spaziergängern und Freizeitsportlern auf dem Philosophenweg nicht mehr ausgeschlossen werden konnte (wir berichteten).

Für Waldbesucher, die sich angesichts der vielen freien Flächen und der am Wegesrand aufgestapelten Baumstämme jetzt möglicherweise fragen, ob hier tatsächlich so viele Bäume gefällt werden mussten, hat Fürchtenicht nur eine Antwort. Und die lautet: Ja.

„Wenn man sich die Stämme anschaut, sieht man deutlich, dass es höchste Zeit war, zu handeln“, sagt der Förster und betont, dass bei dieser Maßnahme keineswegs, wie in den sozialen Netzwerken kritisch angemerkt, das Geldverdienen im Vordergrund gestanden habe, sondern die Sicherheit. „Wenn es nicht so gefährlich gewesen wäre, hätten wir die Bäume stehen lassen, denn richtig vermarkten können wir die Stämme nicht. Die haben nur Brennholzqualität.“

Ursprünglich sei geplant gewesen, auch einige gesunde Buchen zu entfernen, um die kranken Bäume in die jeweiligen Lücken fallen lassen zu können und auf diese Weise den Waldrand und die natürlich nachgewachsenen Jungbäume zu schonen, berichtet Fürchtenicht.

Beim Fällen hätten sich dann aber einige Bäume als bereits so stark geschädigt erwiesen, dass sie beim Fällen nicht durch Ketten in die für sie gedachten Lücken zu dirigieren gewesen wären. Insofern habe man die Vorgehensweise anpassen müssen – mit der Folge dass auf der einen Seite zwar einige Jungbäume und Teile des Waldrandes in Mitleidenschaft gezogen wurden, aber auf der anderen Seite mehr gesunde große Bäume erhalten werden konnten. Angesichts der durch die topografischen Verhältnisse begründeten Problematik und des großen Umfangs der gesamten Maßnahme seien die Baumfällarbeiten unter dem Strich aber sehr erfolgreich verlaufen, zieht Fürchtenicht eine positive Bilanz.

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