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Viel neues Bauland in Northeimer Dörfern

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Von: Axel Gödecke

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In Hollenstedt soll das Neubaugebiet „Sollingblick West“ entstehen.
In Hollenstedt soll das Neubaugebiet „Sollingblick West“ entstehen. © Planungsgruppe Puche / Google-Maps

Gleich für drei Neubaugebiete in Northeimer Ortschaften hat der Stadtentwicklungsausschuss des Northeimer Rates jetzt einstimmig grünes Licht gegeben.

Northeim - Die Bauleitplanungen für Bauflächen in Stöckheim, Hohnstedt und Hollenstedt wurden auf den Weg gebracht. Dass letzte Wort hat aber noch der Rat.

Rund 45 Baugrundstücke stehen damit Häuselbauern wohl bald zur Verfügung, wenn sie denn auf dem Dorf bauen möchten, allerdings, so wurde in der Sitzung auch deutlich, sind wohl viele der Grundstücke schon verkauft oder reserviert. In allen Fällen werden die Flächen durch private Investoren erschlossen und auch vermarktet.

Eines der neuen Baugebiete entsteht in der Northeimer Ortschaft Stöckheim. Die 1,3 Hektar große Baufläche „Am Siebeck“ am linken oberen Bildrand gekennzeichnet. Sie schließt gleich an den Friedhof an und wird von Norden her über eine Stichstraße erschlossen. Archiv
Eines der neuen Baugebiete entsteht in der Northeimer Ortschaft Stöckheim. Die 1,3 Hektar große Baufläche „Am Siebeck“ am linken oberen Bildrand gekennzeichnet. Sie schließt gleich an den Friedhof an und wird von Norden her über eine Stichstraße erschlossen. Archiv © Axel Gödecke

Ohne Diskussion ging im Ausschuss die Verabschiedung des bereits zweimal ausgelegten neuen Bebauungsplans „Am Siebeck“ in Stöckheim über die Bühne. Das Bauareal liegt am nordwestlichen Ortsrand von Stöckheim und ist 1,5 Hektar groß. Ausgehend von der Straße „Am Siebeck“ im Norden sollen über eine Stichstraße mit Wendehammer 14 Bauplätze für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser entstehen.

Bei dem Gebiet handelt es sich um eine landwirtschaftliche Fläche, die aber im Flächennutzungsplan bereits als Bauland vorgesehen ist. Erschließungsträger ist die Firma Vesting Immobilien Invest. Im Norden ist auch ein Regenrückhaltebecken geplant.

In Hollenstedt sind im neuen Bebauungsplan „Sollingblick West“ 16 Baugrundstücke vorgesehen. Hier beabsichtigt ebenfalls die Firma Vesting Immobilien Invest am nordwestlichen Ortsrand ein Wohngebiet auf einer Fläche von 1,3 Hektar zu entwickeln. Ausgehend von der „Neuen Straße“ sollen Bauplätze für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser entstehen. Laut Bauamtsmitarbeiterin Sarah Pauly sind bereits alle Grundstücke verkauft oder mit Vorverträgen gesichert. Der Bebauungsplan lag bereits zweimal aus und kann nun durch den Rat verabschiedet werden.

Etwas Diskussionsbedarf gab es bei der Neuausweisung eines Baugebiets am südöstlichen Ortsrand von Hohnstedt, wofür ein neuer Bebauungsplan „Unterer Drauweg“ auf den Weg gebracht werden soll. Zeitgleich muss dafür auch der Flächennutzungsplan geändert werden, da der bisherige Plan dort noch landwirtschaftliche Fläche vorsieht. Die Firma Meyerbau aus Lindau plant dort, auf einem 1,3 Hektar großen Bausteifen zwischen dem Unteren Drauweg und dem Gebrauchtwagenhandel an der Bundesstraße 3 ein Wohnbaugebiet für Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäuser zu erschließen. 13 bis 15 Grundstücke wären hier möglich.

Auf die Anmerkung von Eckhard Ilsemann (FDP), dass die Vorlage Aussagen über erst zu schließenden Baulücken vermissen lasse, bevor neues Bauland erschlossen werde, erwiderte Stadtplanerin Sarah Pauly, dass dafür eine andere für Wohnbebauung vorgesehene Fläche am nordöstlichen Ortsrand als Bauland aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen werden soll. Es werde also kein zusätzliches Bauland erschlossen. Dies müsse in die Vorlage zum Aufstellungsbeschluss für F- und B-Pläne noch eingefügt werden.

Das zugeschaltete Hohnstedter Ortsratsmitglied Jens Rittgerodt stellte klar, dass die Eigentümer der aus dem Flächennutzungsplan herausfallenden Bauflächen im Nordosten des Ortes dies schon länger wüssten. Vor etlichen Jahren sei dort einmal ein Bauträger abgesprungen, nachdem in dem Bereich historische Tonscherben gefunden worden waren und Grabungen drohten. Man habe deshalb nur fünf Grundstücke an der Straße bebaut. Die Hinterliegergrundstücke seien deswegen auch verkehrlich nicht mehr erreichbar.

Der Ausschuss sprach sich schließlich einstimmig dafür aus, das Bauleitverfahren in Gang zu setzen und den Flächentausch schriftlich festzuhalten. (Axel Gödecke)

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