Baugebiet im Bereich Martinsgraben geht in die nächste Phase

Viel Platz für Einfamilienhäuser am Northeimer Wieter

Grafik Plan für Gestaltung des neuen Baugebietes am Wieter
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Diese Grafik zeigt den in zwei Bereiche unterteilten zweiten Bauabschnitt. Rechts von der roten Trennungslinie ist die vom Bauausschuss favorisierte Ring-Variante für eine Bebauung mit Einfamilienhäusern zu sehen. Auch der linke Bereich soll als Ringstraße erschlossen werden, allerdings nicht, wie hier zu sehen, für Mehrfamilienhäuser, sondern ebenfalls für Einfamilienhäuser.

Die Planungen für den zweiten Bauabschnitt des Baugebietes am südlichen Wieter in Northeim schreiten voran.

Northeim – In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt dafür ausgesprochen, die bereits im ersten Abschnitt umgesetzte Erschließung über Ringstraßen weiterzuführen.

Im Vorfeld der Sitzung hatten sich bereits die Fraktionsspitzen mit der Verwaltung getroffen, um unterschiedliche städtebauliche Entwürfe zu beraten. Das wurde in der Sitzung von allen Fraktionen als ausgesprochen positiv bewertet, nachdem es in der Vergangenheit mehrfach aus Reihen der Politik Kritik an der Vorgehensweise der Verwaltung in Sachen Martinsgraben gegeben hatte. Solche Treffen soll es ab sofort einmal im Monat geben.

Der Vorschlag des Planungsbüros Puche, der im Hinblick auf die Anordnung der Gebäude mehrere Varianten enthält, sieht vor, den Bauabschnitt in zwei Bereiche zu teilen. Für den westlichen, direkt an die Sudheimer Straße grenzenden Bereich, wird der Bau von Mehrfamilienhäusern als Zeilen, Blöcke oder sogenannte Stadtvillen vorgeschlagen.

Das neue Baugebiet am Wieter befindet sich in dem rot markierten Bereich.

Dort stellen sich die Planer im südwestlichen Bereich des Baugebietes auch den Bau der geplanten Kindertagesstätte vor, um den Abstand zur künftigen Sammelstraße Am Martingsgraben zu vergrößern. Am tiefsten Punkt im nordwestlichen Bereich soll das Regenrückhaltebecken entstehen.

Bezüglich der Standorte für den Kindergarten und des Rückhaltebeckens gab es keine Einwände seitens der Ausschussmitglieder, wohl aber zu dem Vorschlag, im westlichen Bereich den Bau von Mehrfamilienhäusern vorzusehen. Die, so die übereinstimmende Meinung der Ausschussmitglieder, sollen erst im dritten Bauabschnitt südlich der Sudheimer Straße entstehen.

Sowohl der Northeimer Baurat Frederik Backhaus als auch Planer Dirk Puche gaben zu bedenken, dass langfristig mit einer sinkenden Nachfrage nach Bauland für Einfamilienhäuser zu rechnen sei und stattdessen der Bedarf an Mehrfamilienhäusern steigen werde. Beide empfahlen, diese Entwicklung zu berücksichtigen und plädierten dafür, wie vorgeschlagen, im westlichen Bereich des Planungsgebietes den Bau von Mehrfamilienhäusern zu ermöglichen. Doch mit dem Hinweis darauf, dass derzeit die bestehenden Hochhäuser in der Northeimer Südstadt modernisiert werden und außerdem im Bereich des ehemaligen Lokschuppens am Bahnhof neue Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, blieben die Ausschussmitglieder bei ihrer Auffassung, dass im kompletten Bauabschnitt ausschließlich Einfamilienhäuser entstehen sollen.

Baubeginn für den Kindergarten und für die Sammelstraße Am Martinsgraben soll im September sein. Das kündigte Backhaus an. Der Zeitplan dafür wird beim nächsten Treffen mit den Fraktionsspitzen vorgestellt.

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