Tüv Northeim: Nur ein Fahrzeug war verkehrsunsicher

Landkreis Northeim: Die meisten Autos sind ohne Mängel

Die Fahrzeugsicherheit im Blick: Stephan Kistner, Leiter der Northeimer Tüv-Station, bei der Überprüfung eines Fahrzeugs.
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Die Fahrzeugsicherheit im Blick: Stephan Kistner, Leiter der Northeimer Tüv-Station, bei der Überprüfung eines Fahrzeugs.

Fast 80 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der Tüv-Station in Northeim die Hauptuntersuchung absolviert haben, bekamen sofort eine neue Plakette.

Northeim - Bei fast 70 Prozent fanden sich sogar gar keine Mängel am Wagen, berichtet jetzt der Tüv Nord in einer Pressemitteilung. Aber: 21,3 Prozent der Fahrzeuge hatten erhebliche Mängel und mussten unverzüglich repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Tüv-Plakette auf das hintere Kennzeichen geklebt werden konnte. Absolut verkehrsunsicher war ein Auto.

Stephan Kistner, Leiter der Tüv-Station in Northeim, betont: „Es ist gut, dass die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln sinkt. Schließlich bauen die Hersteller in der Regel gute Autos und legen auch Wert auf Langzeitqualität.“

Zudem seien die Fahrzeughalter angehalten, fällige Inspektionstermine auch wahrzunehmen. Dann hätten Fahrzeuge bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel. Kistner weist aber darauf hin, dass vor Beginn jeder Fahrt jeweils ein kurzer Check der Beleuchtungsanlage erfolgen sollte.

Dass die Beleuchtungsanlage am Fahrzeug oftmals stiefmütterlich behandelt werde, zeige die Verteilung der Mängelgruppen: Hier liege die Gruppe „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen sei.

Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die im Oktober unter anderem vom Kfz-Gewerbe und dem Tüv angeboten wird, dient laut Kistner auch dem Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit abzustellen.

Der Northeimer Tüv-Chef betont weiter, dass je älter die Fahrzeuge bei ihrem Tüv-Termin sind, desto höher die Zahl derjenigen sei, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen.

Laut Tüv-Report finden sich bei der ersten Hauptuntersuchung im Alter von drei Jahren bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es laut Kistner schon 10 Prozent. Nach sieben Jahre liege die Quote bei 16,3 Prozent.

Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen sei, liege jetzt bei den drei Jahre alten Fahrzeugen bei gut 48 000 Kilometern und bei den elfjährigen Fahrzeugen bei über 130 000 Kilometern auf dem Tacho.

Stationsleiter Stephan Kistner hat auch noch einen wichtigen Tipp: Wer aktuell noch mit einem Fahrzeug mit blauer Plakette für 2020 unterwegs ist, sollte bald einen Tüv-Termin vereinbaren.

Denn mit dem Jahreswechsel ändere sich die Farbe der ‚fälligen’ Plaketten von Blau auf Gelb, so sei zum Beispiel für die Polizei schnell erkennbar, dass der Tüv-Termin überzogen wurde.  kat

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