300 Besucher feiern Sänger

Heimvorteil: Bei Vintage Vegas wackeln die Hintern

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Überzeugten im Atrium: Die Gruppe Vintage Vegas sorgte für blendende Stimmung.

Nörten-Hardenberg. Die Newcomer "Vintage Vegas" haben eine mitreißende Show im Atrium geboten. Das Männer-Trio kündigte bereits am Abend eine Rückkehr im nächsten Jahr an.

Zum Schluss war der ganze Saal in Bewegung: Die 300 Besucher im ausverkauften Hardenberg Atrium forderten eine Zugabe nach der anderen. Mit stehenden Ovationen entließen sie das junge Künstlertrio Vintage Vegas mit seiner Big Band. Auch für die Entertainer Giovanni Zarella, Inan Lima und Tom Marks wurde das letzte Konzert in diesem Jahr zu einem ganz besonderen Abend. Sie kündigten gleich an: „Im nächsten Jahr kommen wir wieder.“

Schon bei ihrem ersten Song nach dem Auftritt des Göttinger Sängers Sam White sprang bei Vintage Vegas der Funke über. Begeistert klatschten die Menschen mit bei den Pophits, die die Mengroup im Swing-Gewand präsentierte.

2013 hatten sich die Sänger gefunden. Alle drei waren in der Reality-Show „Popstars“ aufgetreten. Der italienische Sänger Giovanni Zarrella hatte mit seiner früheren Band „Bro’Sis“ knapp fünf Millionen Platten an den Mann gebracht. Auf Bühnen in ganz Europa spielte der Northeimer Pianist und Sänger Tom Marks. Der Brasilianer Inan Lima stand als Sänger und Perkussionist mit Stars wie Joe Cocker, Zucchero und Shakira auf der Bühne. Mit dieser Erfahrung „swopten“ sie Nörten.

Ostblock-Latinos

Ihr Prinzip: Sie wollen unterhalten. So war Inan Lima goldrichtig mit dem Slogan „Die Frauen stehen auf Männer, die tanzen können“. „Pizza, Pasta, Amore“ lieferte Zarella. „Wir männlichen Polen sind die wahren Ostblock-Latinos“, setzte Tom Marks in dem spielerischen Wortgefecht dagegen. Der Northeimer konnte mit Heimvorteil spielen. Er hatte seine Fangemeinde mitgebracht.

Mit gut durchinszenierten Choreographien lieferten die Stars eine Bühnenshow mit Hinternwacklern und Einlagen, die Assoziationen zum Poledance wachriefen. Immer wieder überboten sie sich selbst, auch weil sie nicht erwartet hatten, „dass es hier so abgeht“. Doch das Publikum bestätigte die Auswahl ihrer Songs genauso wie die ihrer coolen Sprüche.

Als Gast hatten sie Aleksandra Szwed eingeladen. Die polnische Sängerin und Schauspielerin war 2009 aus dem polnischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest in Moaskau mit dem zweiten Platz hervorgegangen. Sie überzeugte allein durch ihre Erscheinung, passend zu den schwarzen Anzügen der Männer im figurbetonten, langen roten Kleid.

Probleme mit der Akustik

Nicht ganz so überzeugend wie die Show war die Akustik. Oft ging der Gesang etwas unter in dem Klasse-Spiel der sieben Musiker aus SWR- und WDR-Big-Bands. Das tat aber der Stimmung keinen Abbruch. Nicht nur den kleinen Sohn von Tom Marks brachten die Newcomer immer wieder zum Tanzen.

Für die Stars schrie der Saal förmlich nach Wiederholung. Die boten sie für Dezember 2016 an.

Bei Vintage Vegas wackeln die Hintern

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