Aus drei städtischen Fußballvereinen wurde 1992 einer

Vor 25 Jahren entstand der Top-Club Eintracht Northeim 

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Derby Eintracht Northeim gegen die SVG Einbeck in der zweiten Eintracht-Saison: Mario Albrecht (links) und Frank Labes im Zweikampf mit dem Einbecker Spieler Freiberg

Eintracht Northeim feiert am 1. April sein 25-jähriges Bestehen. Wir blicken auf die Gründung und die Entwicklung des Vereins zurück, der 1992 von einstigen Rivalen gegründet worden ist.

Von Ottmar Schirmacher

NORTHEIM. Der Start in das neue Vereinsleben war anfangs etwas holprig, aber inzwischen ist der Zusammenschluss der fußballspielenden Northeimer Vereine Spiel und Sport (SuS), Verein für Bewegungsspiele (VfB) und dem Sultmershagener FC (SFC) zum Fußball-Club Eintracht Northeim zu einer echten Erfolgsgeschichte geworden.

Am 1. April 1992 wurde in der Stadthalle der neue Verein gegründet, der sich – analog zu den Stadtfarben – Gelb-Rot als Clubfarben auf die Fahnen schrieb. Dass 25 Jahre nach der Gründung die erste Fußballmannschaft an das Tor zur Regionalliga Nord klopfen würde, hätten wohl die kühnsten Optimisten nicht erwartet.

Für Eintracht-Torjäger Melvin Zimmermann gibt es einen doppelten Grund zum Feiern. Wenige Wochen (29. Juli 1992) nach der Vereinsgründung erblickte der Stürmer das Licht der Welt.

Es hatte einige Jahrzehnte bedurft, ehe Verantwortliche aus den früheren Clubs die Zeichen der Zeit erkannt hatten und vor einem Vierteljahrhundert diesen längst überfälligen Schritt des Zusammenschlusses vollzogen.

Schon in den Blütezeiten von SuS und VfB Northeim gab es im Verlauf ihrer 85-jährigen Vereinsgeschichten Bestrebungen zur Bildung eines Großvereins, was aber schließlich immer wieder wegen der großen Rivalität zwischen den Clubs scheiterte.

Triebfeder zur Bildung des neuen Vereins waren Bernd Brehmer und Dieter Ring (beide SuS), Werner Mylius (VfB) und Hartmut Denecke (SFC). Dieses Quartett hatte im Vorfeld die Weichen gestellt. Die Erfolge der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass ihre damalige Vision, dass der Fußball in Northeim nur so langfristig zu erhalten ist, richtig war.

Brehmer, Mylius und Denecke wurden damals als gleichberechtigte Vorsitzende gewählt. Zwei Jahre später übernahm Wolfgang Hermann, einst aktiver Fußballer bei SuS, den Vorsitz, den er nach über 20-jähriger erfolgreicher Amtszeit 2016 an Dietmar Herrdum übergab.

Erfolgreichster Verein der Region

Mit Recht können die aktiven Fußballer, die Verantwortlichen und die Mitglieder des FC Eintracht Northeim darauf stolz sein, derzeit die Rolle als erfolgreichster Verein in Südniedersachsen inne zu haben. Zum 25-jährigen Bestehen kann man nur sagen: alles richtig gemacht.

 Während am Rhumekanal Fußball in der Oberliga Niedersachsen gespielt wird, sind viele traditionsreiche Vereine aus der Umgebung, mit denen SuS und VfB sich früher in der Verbands- oder Landesliga zugkräftige Auseinandersetzungen geliefert hat, schon seit Jahren von der (Fußball)-Landkarte verschwunden.

 Selbst die Fußballer aus der Universitätsstadt Göttingen hat man längst überflügelt. Immerhin kickten die 05er jahrelang in der Ober- und Regionalliga und standen sogar zweimal in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga.

 In den vergleichbar großen Nachbarstädten Hann.-Münden (TSG 1860), Duderstadt (VfL und Olympia), Osterode (VfR), Holzminden (Tuspo und VfB), Einbeck (05 und Eintracht, jetzt SVG) oder Alfeld (SV) fristet der Fußball nur noch ein Schattendasein und einige Vereine sind längst Geschichte. Während SV Alfeld noch in der Bezirksliga kickt, ist der VfR Osterode sogar in die 2. Kreisklasse durchgereicht worden. Die SVG Einbeck ist nach dem Absturz aus der Oberliga Niedersachsen/Bremen wieder auf dem Weg zurück in den Bezirk.

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