Wärme soll demnächst für Kälte sorgen

Hier soll gebaut werden: Michael Herzberg (Umweltschutz Mitte), Dr. Michael Heinemann (Umweltdienste Kedenburg) und Dr. Reinhard Wagner (Mexxon) am Standort des geplanten Kraftwerks. Im Hintergrund der Norheimer Fruchthof. Foto: Mönkemeyer

Northeim. Auf dem Betriebsgelände der Umweltschutz Mitte GmbH an der Hillerser Straße in Northeim soll ein Kraftwerk gebaut werden.

Grundidee des Projektes, das von der Muttergesellschaft Umweltdienste Kedenburg aus Hildesheim und der „MaXXcon“-Gruppe aus Osterode gemeinsam geplant wird, ist die dezentrale Produktion von Strom, Wärme und Kälte in enger Kooperation mit den Anliegern.

„Der Fruchthof mit seinen Kühlhäusern ist bereits an einer Zusammenarbeit interessiert“, sagte Dr. Michael Heinemann, Geschäftsführer der Umweltdienste Kedenburg. Vorgesehen sei, in dem Kraftwerksblock täglich drei Sattelzug-Ladungen Papier, Holz und Kunststoffe zu verbrennen, die nicht auf dem Gelände gelagert, sondern im Just-in-time-Verfahren angeliefert werden sollen.

Gegenüber der konventionellen Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen können nach Angaben der Investoren mehr als 20 000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden. Die Anlage soll 9,5 Megawatt Wärme und 2,3 Megawatt Strom produzieren, was einem Bedarf von 5000 Haushalten entspricht. Die Investitionssumme beträgt zehn Millionen Euro. Mit den Bauarbeiten soll noch Ende dieses Jahres begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2012 geplant.

Neue Arbeitsplätze entstehen nicht. „Aber mit dem Betrieb können wir die bestehenden in Northeim und an unseren anderen Standorten sichern“, sagte Heinemann. (nik)

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