Wahlparties der Parteien

Wahlausgang: Betretene Gesichter bei der Northeimer SPD

Da gab es nichts zum Jubeln: SPD-Anhänger bei ihrer Wahlparty in der Northeimer Klosterschänke bei der ersten Trendmeldung. Foto: Gödecke

Northeim. Betretene Gesichter bei der Wahlparty der Sozialdemokraten in der Klosterschänke im Northeimer St.-Blasien-Komplex.

Bei der Verkündung des Trends auf der großen Leinwand wurden für die bis dahin nur acht anwesenden SPD-Anhänger die ärgsten Befürchtungen wahr: Die 20 Prozent-Marke nach unten angekratzt, so schlecht hatten viele das SPD-Ergebnis nun doch nicht erwartet.

„Hoffentlich reicht es nun wenigstens für Jamaika (CDU/FDP/Grüne, Anmerkung der Redaktion), damit wir in die Opposition gehen können“, war einer der ersten Kommentare, die im Restaurant vor der Theke zu hören waren. „Ich könnte heulen“, ein weiterer.

Northeims SPD-Ratsfraktionschef Berthold Ernst analysierte: „Erst hat Mutti Merkel die FDP ruiniert, jetzt uns“. Aber so sei Demokratie, fügte er enttäuscht hinzu.

In der Opposition könne die SPD nun wieder ihr Profil schärfen, meinten der Northeimer SPD-Ratsherr Tobias Meinhausen und Simon Hartmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag. Einig waren sich alle: 20 Prozent und damit das schlechtestes Bundestagswahlergebnis aller Zeiten, das sei schon bitter. Und da konnten auch die süßen Gummibärchen aus den SPD-Tütchen auf den Tischen die Stimmung kaum aufhellen.

Hoffnung keimte gegen 19.30 Uhr bei den mittlerweile auf 15 Fans angewachsenen Besucherkreis der Wahlparty auf, als SPD-Direktkandidat Marcus Seidel in den eineinhalb Stunden seit Wahlschluss zwei Prozentpunkte gegenüber seinem CDU-Kontrahenten Roy Kühne gut machen konnte. Trotzdem, der Abstand betrug immer noch satte vier Prozentpunkte.

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