Warnung der Kreisfeuerwehr

Ein Funke reicht: Hohe Gefahr für Flächenbrände im Kreis Northeim

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Ist ab sofort wieder im Einsatz: Der Feuerwehr-Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen.

So früh im Jahr wie seit Jahrzehnten nicht besteht aufgrund der Trockenheit akute Waldbrandgefahr in der Feldmark und in den Wäldern des Landkreises Northeim.

Über Ostern waren die Feuerwehren aus der Region bereits zu Flächenbränden ausgerückt, so unter anderem am Ostersamstag zu einem Böschungsbrand bei Moringen und zu einem Waldbrand in einem Waldstück bei Riefensbeek-Kamschlacken im Südharz.

Der Deutsche Wetterdienst hat den Landkreis Northeim beim Grasland-Feuerindex in Gefahrenstufe vier von fünf möglichen eingestuft. Das heißt: Es besteht hohe Gefahr, dass durch leichtsinniges Handeln, wie das Wegwerfen einer Zigarettenkippe ein Flächenbrand entsteht. Im Waldbrandgefahren-Index des Wetterdienstes gilt für den Kreis Northeim die Warnstufe drei von fünf.

Brandgefahr im Kreis Northeim vor allem durch rauchen und grillen

Northeims Kreisbrandmeister Bernd Kühle warnt denn auch eindringlich davor, in der Feldmark oder im Wald zu rauchen oder zu grillen. „Ein Funke kann reichen, und das Feuer geht ab wie Zunder.“ Auch ein geparktes Auto im hohen Gras könne durch den heißen Katalysator einen Brand auslösen.

Besonders gefährlich sei die Lage derzeit auch deshalb, weil auch noch in den nächsten Tagen starker Wind herrsche, der Glut schnell entflammen und das Feuer weitertragen könne.

Dies könne auch zu gefährlichen Situationen für die Einsatzkräfte führen, wenn Flammen zum Beispiel auf einem Kornfeld plötzlich über sie hinwegspringen.

Solche Szenarien seien bei einem Seminar zur Vegetationsbrandbekämpfung Anfang dieses Jahres in Northeim, an dem über 100 Feuerwehrleute aus allen Gemeinden teilgenommen hätten, besprochen worden. Laut Kühle sei bereits der Flugdienst des Landesfeuerwehrverbands mit seinen zwei Cessna-Maschinen im Einsatz, der Kontrollflüge auch über den Landkreis mache. Die Maschinen seien in Hildesheim und in Lüneburg stationiert.

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