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Waldbühne in Northeim erwacht aus dem Tiefschlaf

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Von: Kathrin Plikat

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Freuen sich über die Wiederbelebung der Northeimer Waldbühne: Dirk Sadlon vom Konzertveranstalter Living Concerts (links) und Northeims Bürgermeister Simon Hartmann.
Freuen sich über die Wiederbelebung der Northeimer Waldbühne: Dirk Sadlon vom Konzertveranstalter Living Concerts (links) und Northeims Bürgermeister Simon Hartmann. © Kathrin Plikat

Die über 7000 Besucher fassende Waldbühne am Gesundbrunnen in Northeim soll in diesem Jahr wiederbelebt werden.

Northeim – Noch blüht auf den Treppen und rund um die Bühne der Löwenzahn, überall schwirren Insekten herum. Sie sind aktuell fast die einzigen „Besucher“ der Northeimer Waldbühne. Doch nur fast: An diesem Nachmittag sind auch zwei Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in einer Ecke damit beschäftigt, einige Steine neu zu verlegen.

Und: Bürgermeister Simon Hartmann hat Vertreter der Politik und der Presse eingeladen, um endlich das zu besiegeln, sagt er, wovon er gleich nach seinem Amtsantritt vor einigen Jahren geträumt habe: die Wiederbelebung der Northeimer Waldbühne. Mit der Unterschrift unter den Kooperationsvertrag mit dem Hannoveraner Konzertveranstalter Living Concerts wurde am Dienstag, 17. Mai 2022, der erste Schritt zur Erfüllung dieses Traums gemacht.

Hartmann und Dirk Sadlon von Living Concerts haben viel vor auf der Northeimer Waldbühne. Sadlon hatte schon vor zwei Jahren einen der bekanntesten deutschen Künstler, Popsänger Johannes Oerding, nach Northeim geholt. Dann kam Corona, zweimal wurde das geplante Konzert in der Waldbühne verschoben.

Oerding-Konzert schon ausverkauft

Doch in wenigen Wochen ist es endlich soweit: Das mit 7500 Besuchern komplett ausverkaufte Oerding-Konzert findet am Freitag, 24. Juni statt, schon zwei Tage später, am Sonntag, 26. Juni, kommt der irische Sänger Rea Garvey nach Northeim (HNA berichtete). Für dieses Konzert sind laut Dirk Sadlon noch Karten zu haben.

Inhalt des Kooperationsvertrags mit der Stadt Northeim ist unter anderem, ab 2023 fünf Konzerte mit namhaften Künstlern pro Jahr in der Waldbühne zu veranstalten. Doch die beiden Großveranstaltungen im Juni 2022 sollen erst mal die einzigen in diesem Jahr sein: „Wir wollen erst mal Erfahrungen sammeln. Wenn etwas falsch läuft, wollen wir es beim nächsten Mal besser machen“, sagt Konzertveranstalter Sadlon. Man wolle sich „herantasten“ an das, was Northeim will. Daher könnten es auch „sechs oder auch nur drei Konzerte im Jahr werden“.

Zunächst müsse die Waldbühne aber „bespielbar“ gemacht werden, neben der Herstellung der Infrastruktur mit Shuttle-Service, Toiletten, Strom- und Wasserversorgung sowie vielen anderen Dingen, die Sache der Stadt seien, werde von Living Concerts ein professionelles Sicherheitskonzept für die Waldbühne entwickelt, das es bislang nicht gegeben habe. Darin geht es laut Sadlon unter anderem um Fluchtwege, die Statik der Bühne und viele andere Aspekte mehr.

Sadlon freut sich, so sagt er, nicht nur über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, sondern auch mit dem Freigeist-Hotel gleich neben der Waldbühne: „Wir sind in enger Abstimmung, haben frühzeitig über die Konzerttermine informiert und für die beiden Konzerte in diesem Jahr einen Raum für das Künstler-Catering gemietet.“

Wieder Shuttle-Service

Marie-Luise Radleff, bei der Stadt zuständig für die Waldbühne, ist froh, dass die Northeimer Wirtschaft bereits signalisiert habe, für das Konzertwochenende im Juni Parkraum zur Verfügung zu stellen. Denn natürlich werde es wieder einen Shuttle-Service aus der Stadt zur Waldbühne geben.

„Am liebsten“, so Bürgermeister Hartmann lachend, „wäre es mir natürlich, alle auswärtigen Konzertbesucher würden mit dem Zug anreisen, ein paar Stunden in der Stadt verbringen und dann zu Fuß zur Waldbühne gehen.“ (Kathrin Plikat)

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