Wurst-Achim und seine Kollegen

Marktschreier-Tage: Weltrekordler der Schreihälse zu Gast in Northeim

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Wurst-Achim hat’s drauf: Der Mann, der selbst gern Wurst und Fleisch isst, ist heute Abend ab 22.30 Uhr live in der Sendung von Cindy aus Marzahn (SAT.1) zu Gast.

Northeim. Wurst-Achim und seine Kollegen sind vier Tage auf dem Münster in Northeim zu Gast. Dort finden die Marktschreier-Tage statt.

Er ist sicher nicht der Schönste, aber er hat eine riesengroße Klappe: Die hat ihm sogar einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde beschert. Wurst-Achim ist das lauteste Lebewesen der Welt. Zu hören ist er aktuell auf dem Northeimer Münster bei den Marktschreier-Tagen.

Wenn der Marktschreier so richtig los legt, halten sich die Besucher gern die Ohren zu, denn der Mann, der aus Einbeck stammt, erreicht bei voller Lautstärke einen Wert von 110,2 Dezibel. „Ohne Mikrophon, versteht sich“, fügt der 54-Jährige schnell noch mit einem Lächeln hinzu.

Mit dieser Lautstärke hängt er mal eben einen Lastwagen (90 Dezibel) und einen Ghettoblaster (100 Dezibel) ab. Mit einem ganz knappen Vorsprung ist Wurst-Achim auch noch lauter als Discomusik, eine Motorsäge und eine Autohupe, die es nur auf 110 Dezibel bringen.

Start mit 26 Jahren

„Als ich vor 26 Jahren als Marktschreier angefangen habe, war ich abends total heiser“, erinnert sich der Mann aus der benachbarten Bierstadt. Doch Lautstärke kann man lernen, sagt der Wurstverkäufer, der Achim Pfaff heißt und früher Einkäufer für Obst und Gemüse war. „Es kommt auf die Atemtechnik an. Wenn ich los brülle, verwende ich die Flankenatmung. Die kommt aus dem Bauch.“

Wurst-Achim ist längst eine Institution. Seinen ersten Weltrekord im Schreien stellte er 2008 mit 105,8 Dezibel auf, den er zwei Jahre später auf den aktuellen Weltrekord nach oben schraubte.

Wurst-Achim verkauft - na klar - Wurst, und zwar in verschiedenen Arten und Formen. Schinken hat er auch im Angebot. Alles zusammen verpackt er in Tüten für 15 Euro und schleudert sie unter das Volk vor seinem Wagen.

Neben Wurst-Achim schreien sich bis zum Sonntag auch der holländische Blumenkönig Blumen-Michel und Aal-Martin vom Hamburger Fischmarkt die Seele aus dem Leib. (ajo)

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