Endgültige Entscheidung trifft der Kreistag

Zu wenig Interesse an geplanter IGS in Northeim

Northeim. Für eine Integrierte Gesamtschule in Northeim gibt es nicht genügend Interesse. Das ist das Ergebnis der Elternbefragung die in den vergangenen Wochen in Grundschulen der Stadt Northeim sowie der Gemeinden Katlenburg-Lindau und Kalefeld stattgefunden hat.

Aktualisiert um 15.59 Uhr.

Wie der Landkreis Northeim auf Anfrage mitteilte, haben sich bei der Befragung 330 Eltern und Erziehungsberechtigten für eine Beschulung ihrer Kinder an einer Integrierten Gesamtschule ausgesprochen. Für die Einrichtung einer IGS in der Kreisstadt wären aber mindestens 384 nötig gewesen. Die Fragebögen waren andie Eltern von insgesamt 1438 Schülerinnen und Schülern der Klassen eins bis vier verschickt worden. 950 Bögen wurden zurückgegeben, was einer Rücklaufquote von 66,1 Prozent entspricht. 22 Fragebögen waren ungültig, 928 somit gültig. 

Voraussetzung für die Einrichtung einer IGS war, dass zu Beginn der vier aufeinander folgenden Schuljahre ab 2016/2017 jeweils mindestens 96 Schülerinnen und Schüler in den jeweils fünften Jahrgang der IGS eingeschult worden wäre. Nach Auswertung der Befragung wäre das lediglich für das Schuljahr 2018/2019 mit 98 Kindern der Fall gewesen. 2016/2017 wären es nur 80, 2017/2018 wären es 85 und 2019/2020 lediglich 67 gewesen. Die geforderte durchgängige Vierzügigkeit wäre somit auf Basis des Umfrageergebnisses nicht zu erreichen. 

Die endgültige Entscheidung darüber, ob in Northeim eine Integrierte Gesamtschule eingerichtet wird oder nicht, ist mit dem vorliegenden Ergebnis allerdings noch nicht gefallen. Letztendlich wird der Northeimer Kreistag darüber entscheiden. Zunächst wird der Kreisausschuss für Schule und Sport das Thema in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 15. Oktober, beraten.

Stimmen zum Ergebnis der Elternbefragung finden Sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe der Northeimer und Sollinger HNA.

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