Wenig Spielraum für Expansion

Northeimer Bauamtsleiter sorgt sich um Zukunft des Gewerbegebiets

Sollte sich das Votum des Bauausschusses durchsetzen, wird die Entwicklung des Gebietes an der Hillerser Straße laut Verwaltung gebremst.
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Sollte sich das Votum des Bauausschusses durchsetzen, wird die Entwicklung des Gebietes an der Hillerser Straße laut Verwaltung gebremst. (Archivfoto)

Northeim – Besorgt um die Zukunft des Industriegebiets nördlich der Hillerser Straße zeigte sich Bauamtsleiter Frederik Backhaus nach der negativen Beschlussempfehlung des städtischen Bauausschusses. Dieser hatte sich mehrheitlich für die Änderung des Bebauungsplans (B-Plans) ausgesprochen.

Northeim – Die Änderung des Bebauungsplans sieht vor, einige Zielsetzungen des Einzel- und Zentrenkonzepts in die Festsetzungen des B-Plans einzubetten. Diese Überarbeitung ist bereits für andere Bereiche wie Vogts Teich und Göttinger Straße“, „Auf der Kruk West“ und „Am Badesbach“ so beschlossen und umgesetzt worden. Nun hätte als letztes Gebiet der Bereich nördlich der Hillerser Straße angestanden.

Doch die Verwaltung hatte empfohlen, davon Abstand zu nehmen und den drei Jahre alten Beschluss zur Änderung wieder aufzuheben. Zum einen läge das Gebiet im Gegensatz zu den anderen in Stadtrandlage, zum anderen würde mit der Änderung des B-Plans eine Weiterentwicklung des Gebietes für die Gewerbetreibenden deutlich erschwert. Berücksichtigt werden müsste auch die Vereinbarkeit mit dem Landesraumordnungsprogramm. Das habe beispielsweise zur Folge, dass die bestehenden Einzelhandelsbetriebe ausschließlich Bestandsschutz genießen würden und bauliche Veränderungen ausgeschlossen wären. Dies würde nach Einschätzung der Verwaltung bedeuten, dass es eine Deckelung der maximalen Verkaufsflächengröße für nahversorgungs- und zentrenrelevante Sortimente (wie Bekleidung, und Haushaltswaren) bei baulichen Veränderungen der bestehenden Einzelhandelsbetriebe auf 800 Quadratmeter geben würde. Somit könnte der Betrieb für die Unternehmen unwirtschaftlich werden, was zu Schließungen führen könnte, da Erweiterungen, um auf sich verändernde Marktsituationen zu reagieren, nicht erfolgen könnten.

Rainer Giesemann (SPD) griff diese Bedenken von Backhaus auf und erklärte, dass man mit der Änderung des Bebauungsplans den Standort „einzementieren“ würde. Helga Jäger (CDU) und Armin Töpperwien (FUL) sahen aufgrund der Gleichbehandlung keine Option, dieses Gebiet von der Änderung auszunehmen. Jäger betonte aber: „Niemand will, dass ein Betrieb weggeht.“

Nun muss der Verwaltungsausschuss über den Vorschlag der Verwaltung entscheiden. (Rosemarie Gerhardy)

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