Freibad-Betreiber hoffen auf guten Endspurt

Weniger Badegäste als im vergangenen Jahr in den Bädern im Landkreis Northeim

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Das Flaakebad in Moringen ist auch in dieser Saison gut besucht. Das Bild entstand während der „Bunten Badespaßtage“ des Ferienspaßes.

Auch wenn die Freibadsaison 2019 noch in vollem Gange ist, so ist schon sicher: Rekordzahlen bei den Badegästen wird es in diesem Jahr nicht geben.

Dennoch sind alle Betreiber zufrieden. „Vor dem Hintergrund, dass sich der Sommer in diesem Jahr eher durchwachsen präsentiert, sind wir mit den aktuellen Zahlen und unserer ersten Saison als Betreiber durchaus zufrieden“, sagt Lars von Minden, Pressesprecher der Northeimer Stadtwerke. Rund 7500 Besucher konnte dasNortheimer Bergbad bis Anfang August verzeichnen, bis zum Ende der regulären Saison, das aktuell für den 8. September geplant ist, gehe man von 10.000 Badegästen aus, so von Minden. Vergangenes Jahr lag die Gesamtbesucherzahl bei rund 29.000 Gästen, teilte die Stadt Northeim als ehemaliger Betreiber mit. 

Über 10.000 Badegäste besuchten bis Anfang August das Sudheimer Freibad. „10.350 Besucher waren in unserem Bad – im Vorjahr waren es zum selben Zeitpunkt rund 14.000“, so Helge Kiehne, Vorsitzender des betreibenden Fördervereins. 

Die Gesamtbesucherzahl von 16.500 in der Saison 2018 werde man in diesem Jahr aber wohl nicht mehr erreichen. Trotzdem ist Kiehne zufrieden. „Wir sind ein Familienbad und so wird es auch von der Bevölkerung angenommen. Die Rückmeldungen unserer Badegäste sind durchweg positiv.“ 

Auch im Freibad Volpriehausen kann man mit dem Jahrhundertsommer des vergangenen Jahres aktuell nicht mithalten: 6300 Besucher zählte der Trägerverein bis zum 5. August – vergangenes Jahr waren es 10.000. „Der Juli war sehr schwach und die Leute kommen bis auf einige Ausnahmen nun mal nur, wenn die Sonne hoch am Himmel steht“, analysiert Ortsbürgermeister und zweiter Vorsitzender des Trägervereins, Gerd Kimpel.

„Wir hoffen noch mal auf einen guten Endspurt jetzt im August“, zeigt er sich jedoch optimistisch. Wenn man am Ende dieser Saison zwischen 8000 und 8500 Besucher verzeichnen könne, dann sei es trotz des Wetters ein gutes Ergebnis.

„Einen Sommer wie vergangenes Jahr hat man nun mal nicht regelmäßig“, fasst Burkhard Holland von der Gemeindeverwaltung Kalefeld die Situation im Freibad Düderode zusammen. Bis zum 11. August habe man rund 22.000 Besucher begrüßen können, darunter auch viele Gäste aus Northeim. „Zum Vergleich: 2018 waren es zum selben Zeitpunkt bereits 30.000 Besucher“, so Holland.

Das Wetter sei in diesem Jahr sehr unbeständig, doch sollte es in den verbliebenen Wochen der aktuellen Badesaison mitspielen, könne man wohl auch in diesem Jahr mit einem sehr guten Ergebnis von 30.000 Besuchern insgesamt rechnen.

„In diesem Jahr liegen wohl alle Freibäder witterungsbedingt hinter den Vorjahreszahlen“, erklärt Michael Kaiser, Bürgermeister in Hardegsen. Und so ist auch das Burgbad Hardegsen keine Ausnahme: Bis zum 4. August besuchten 21.964 Badegäste das Freibad, 2018 waren es 29.002. „Wir hoffen aber dennoch, wieder das besucherstärkste Bad im Landkreis Northeim zu werden“, so Kaiser optimistisch.

Mit Freude stelle man fest, dass das Burgbad zunehmend von Menschen aus Göttingen und Umgebung besucht werde. Großen Zuspruch finde auch der neu gestaltete Kinderspielbereich mit Planschbecken. „Und eine Beachvolleyball-Anlage ist bereits in Planung und soll spätestens zur kommenden Saison eröffnet werden“, verrät Kaiser.

Im Flaakebad Moringen spielte in den ersten Wochen der Saison nicht nur das durchwachsene Wetter eine große Rolle. Fast sechs Wochen fiel krankheitsbedingt die Bäderfachkraft aus. „Doch diesen Ausfall haben wir sehr gut kompensieren können“, freut sich Moringens Kämmerer Frank Breithaupt.

Dabei haben vorrangig die Stadtwerke Einbeck durch den Einsatz einer Fachkraft sowie die ehrenamtlich Tätigen des Fördervereins diese Lücke füllen können. „Die Unterstützung war grandios und nur so konnte die Badesaison 2019 bisher überhaupt regulär durchgeführt werden können“, so Breithaupt.

In Zahlen bedeute dies: Bis zum 7. August besuchten 11.716 Badegäste das Flaakebad (2018: 20 246). Bisher habe man aus den Eintrittsentgelten rund 27.922 Euro generieren können, das sei ein sehr gutes Ergebnis. Insgesamt könne bei gleichbleibendem Wetter wohl ein Gesamtbetrag von rund 31.000 Euro erzielt werden, prognostiziert Frank Breithaupt.

Gut angenommen worden sei auch das durch den Förderverein wieder neu belebte Frühschwimmen. Und durch den Einsatz des Fördervereins musste das Freibad bisher lediglich an drei Montagen in der laufenden Saison geschlossen bleiben.

Seit über einem Vierteljahrhundert in Bürgerhand: Das Freibad des Fleckens Bodenfelde, das seit Anfang Mai 14 454 Besucher hatte. 

Für das Freibad Bodenfeldesagt Hansjörg Mascher als Vorsitzender des Fördervereins, der das Bad des Fleckens seit über 25 Jahren betreibt, dass man bisher recht gute Besucherzahlen habe.

Seit der Öffnung am Muttertag im Mai seien bisher 14.454 Besucher gezählt worden. Darunter 281 Schüler der örtlichen Heinrich-Roth-Gesamtschule.

Für den Sommer sei es ein gutes, durchschnittliches Jahr gewesen, sagt Schwimmmeisterin Carmen Seybold. 2018 sind 24.000 Besucher im Bad gewesen, dafür waren es 2017 nur 8000. In diesem Jahr habe es nur zwei heiße Tage gegeben, wo sehr viele Menschen das Freibad zur Abkühlung genutzt haben.

In dieser Saison habe man sehr viele neue Badegäste begrüßt, sagt Seybold, und man habe viele positive Rückmeldungen zur gesamten Anlage, zur Hygiene und zur Wasserqualität erhalten.

Geöffnet ist das Bad am Nienoverer Weg noch bis einschließlich Sonntag, 1. September.

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