Weniger Stress ist guter Vorsatz Nummer eins

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Northeim. Nur die Hälfte aller Niedersachsen hält die guten Vorsätze fürs neue Jahr tatsächlich ein. Ein Psychotherapeut aus Northeim gibt Tipps zum Durchhalten.

Stress abbauen steht auf Platz eins der guten Vorsätze für 2015. Sechs von zehn Deutschen wünschen sich mehr Entspannung, 55 Prozent mehr Zeit für die Familie. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Studie mit 5000 Befragten im Auftrag der DAK-Gesundheit. Tatsächlich haben im vergangenen Jahr jedoch nur 48 Prozent der Niedersachsen ihre guten Vorsätze länger als drei Monate durchgehalten. Sie sind damit bundesweit Schlusslicht. Spitzenreiter ist Berlin: Hier hielten 64 Prozent ihre guten Vorsätze ein.

„Man sollte sich klar machen, dass die eigene Willenskraft begrenzt ist“, sagt dazu Dr. Stefan Buse, Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie aus Northeim. Wer die Erfolgsaussichten erhöhen möchte, sollte sich maximal drei Ziele stecken. „Es dauert sechs bis neun Monate, bis neue Verhaltensmuster zu Gewohnheiten werden“, erklärt er.

Laut Forsa-Studie sind die klassischen Vorsätze, sich mehr zu bewegen (55 Prozent), gesünder zu essen (48 Prozent) und abzunehmen (34 Prozent), weiterhin in Mode. 30 Prozent der jungen Erwachsenen wollen im Jahr 2015 öfter das Handy, den Computer und das Internet ausschalten.

Abspecken ist längst keine Frauensache mehr: Ein Drittel der deutschen Männer strebt an, die Pfunde im kommenden Jahr schmelzen zu lassen.

„Beim Durchhalten helfen realistische und konkret formulierte Ziele“, rät Stefan Buse. Anstatt sich vorzunehmen, allgemein gesünder zu leben, sei es besser, jeden Tag Obst und Gemüse in den Speiseplan zu integrieren und sich feste Sporttermine zu setzen. Zu Beginn einer Veränderung sei es hilfreich, jeden Abend oder jede Woche ein Resümee zu ziehen.

Außerdem rät der Experte, sich bei guten Vorsätzen nicht allzu sehr von anderen abhängig machen. Beim Sport könne das Training in der Gruppe zwar motivieren, wer mit dem Rauchen aufhören wolle, sollte das jedoch aus eigener Kraft schaffen. (jus)

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