Kirchenkreis Leine-Solling, Landfrauen und Hospizdienst wollen helfen

Wer kann Schutzmasken nähen?

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Sabine Weißmann-Ellies aus Hillerse musste ihren Friseursalon schließen. Jetzt näht sie „im Akkord“ Schutzmasken aus Stoff. 

Northeim – Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt auch im Landkreis Northeim dafür, dass bei Pflegediensten und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten Mundschutze knapp werden.

Darum hat der Kirchenkreis Leine-Solling zusammen mit dem Ambulanten Hospizdienst Leine-Solling und den Kreislandfrauenverbänden Northeim und Einbeck jetzt die Initiative ergriffen, um gemeinsam Abhilfe zu schaffen: Gesucht werden Menschen, die bereit sind, waschbare Behelfsmasken zu nähen. Auch Stoffspenden sind herzlich willkommen, am liebsten gleich richtig zugeschnitten.

Interessierte Näherinnen und Näher können sich telefonisch beim Ambulanten Hospizdienst Leine-Solling unter Tel. 0 55 51/915 833 melden (eventuell. Anrufbeantworter).

Ein Kontaktformular sowie weitere Informationen und verschiedene Anleitungen zum Download finden sich auf der Homepage des Hospizdienstes unter zwanzig-minuten.de.

Benötigt werden Nähmaschine, Bügeleisen und Schere sowie atmungsdurchlässige Baumwollstoffe, die bei mindestens 60 Grad waschbar sind, zum Beispiel Geschirrtücher, Bettlaken, T-Shirts und Ähnliches. Einige Landfrauen sowie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Hospizdienstes haben bereits die ersten Masken fertig. Trotzdem hoffen sie auf Unterstützung. Pflegedienste, Hausarztpraxen und andere Einrichtungen, die Bedarf an selbst genähten Behelfs-Schutzmasken haben, können sich ebenfalls beim Hospizdienst Leine-Solling melden. Von dort aus wird die Verteilung organisiert.

Bleibt die Frage, wie sinnvoll selbst genähte Schutzmasken sind: Damit vor allem ältere Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige geschützt werden, sollten Pflegekräfte und pflegende Angehörige einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Dieser kann das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren, da er die Verteilung von Tröpfchen verhindert, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Da Mund-Nasen-Schutz derzeit kaum erhältlich ist und sehr einfach selbst eine Alternative hergestellt werden kann, stellten untere anderem der Deutsche Hausärzteverband Niedersachsen einfache Anleitungen zum Selber nähen eines Behelfsschutzes zur Verfügung.

In der Anleitung heißt es: „Die Übertragung von Coronaviren erfolgt vor allem durch Tröpfchen, jederzeit und überall. Mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) kann die Verteilung von Tröpfchen in der Umgebung und auf Kontaktpersonen verringert werden. Für jeden Anwender sollten laut Pressemitteilung pro Tag mindestens zwei Masken eingeplant werden, die, abends ausgekocht, am nächsten Tag wiederverwendbar sind.“

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