Geforderte Auflagen sind für den Stadtmarketingverein nicht erfüllbar

Wieder kein Klostermarkt in Northeim

Vorführungen eines Schwertkampfs auf dem Klostermarkt  (Bild aus dem Jahr 2019).
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Neben dem mittelalterlichen Markttreiben gehören Vorführungen wie Schwertkämpfe (Bild aus dem Jahr 2019) zum Programm des Klostermarktes. Tausende Besucher drängten sich sonst alljährlich durch die Innenstadt.

Nachdem er wegen der Corona-Pandemie bereits im vergangenen Jahr abgesagt werden musste, hat das Stadtmarketing am Donnerstag mitgeteilt, dass der Klostermarkt auch in diesem Jahr nicht stattfinden kann.

Northeim – Geplant war er für das Wochenende, 18. und 19. September. Der Sonntag sollte verkaufsoffenen sein. Auch das ist laut Stadtmarketing nun nicht möglich.

„Letztendlich macht uns jetzt die Neuregelung für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen der Coronaschutzverordnung vom 25. August einen Strich durch die Rechnung“, erklärte Stadtmarketing-Geschäftsführerin Tanja Bittner. Teilnehmen dürften danach nur Geimpfte, Getestete und Genesene. Der Veranstalter sei verpflichtet die entsprechenden Nachweise auf dem gesamten Veranstaltungsgelände zu kontrollieren und die Daten aller Besucher zu erheben.

„Dies ist für das Format Klostermarkt, welcher sich über die gesamte Innenstadt erstreckt, nicht zu gewährleisten“, sagte Doris Ohlmer, Vorstandsvorsitzende des Stadtmarketingsvereins. Das würde abgesperrte Bereiche und Einlasskontrollen erfordern. Angesichts der damit verbundenen Kosten und des Haftungsrisikos sei das nicht verantwortbar.

Der Klostermarkt nach Angaben von Bittner vor Corona an beiden Tagen zusammen 10 000 bis 15 000 Besucher angelockt.

„Die Absage stimmt uns sehr traurig. Schließlich steckt in dieser Veranstaltung nicht nur viel Arbeit und Engagement, sondern auch vertragliche Bindungen“, betonte Ohlmer. „Zudem wissen wir, wie wichtig diese Veranstaltung und der verkaufsoffene Sonntag für Handel, Beschicker, Programmpartner, Bewohner und Besucher und letztlich auch für die Stadt als Einkaufs- und Erlebnisstadt gewesen wäre“.

Ob die weiteren Veranstaltungen, die das Stadtmarketing in Vorbereitung hat, wie geplant stattfinden können, ist nach Mitteilung des Vereins offen. In Bezug auf den für den Sonntag, 10. Oktober, geplanten Herbstzauber mit Einkaufssonntag, den Cityrummel mit Einkaufssonntag von Freitag, 5., bis Sonntag, 7. November, und die Münster-Weihnacht ab Montag, 22. November, stehe die Geschäftsstelle in Kontakt mit den zuständigen Behörden, beobachte das Infektionsgeschehen und passe gegebenenfalls die Veranstaltungskonzepte an.  (ows)

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