An Wieterzufahrt sollen Bäume fallen

Schon markiert: Northeims Stadtförster Siegried Arndt (Bild) hat entlang der Straße zum Wieterturm schon alle Buchen mit roter Farbe markiert, die in der kommenden Woche gefällt werden sollen.

Northeim. Die Stadt Northeim startet am Montag, 12. Januar, entlang der Zu- und Abfahrt zum Wieterturm in ihrem Stadtwald eine Durchforstungsaktion.

Geplant ist der Einschlag von etwa 200 Bäumen entlang der öffentlichen Straße, die dann in Abschnitten gesperrt sein wird. Die Zufahrt zum Wieterturm wird allerdings über den jeweils anderen Arm der Wieterstraße gewährleistet bleiben, so Stadtförster Siegfried Arndt.

Der Forstmann hat für die Durchforstung eigens die Betriebsferien des Restaurants Wieterturm ausgewählt. Das hat noch bis Ende Januar Betriebsferien, so dass der Publikumsverkehr auf den Wieter derzeit nicht sehr groß sein dürfte.

Die Einschlagarbeiten sollen laut Arndt innerhalb einer Woche abgeschlossen sein. Dies werde dadurch ermöglicht, dass eine Vollerntemaschine, ein so genannter Harvester, im Einsatz sein wird.

Diese werde von der Teerstraße aus agieren, die Bäume entnehmen, entkronen und entästen und die Stämme am Straßenrand stapeln. Das Holz soll dann sofort von einem Lastwagen abgeholt werden, so dass entlang der Wieterzufahrt keine Holzpolter entstehen, die die Zu- und Abfahrt behindern könnten.

Mit ein Grund für den Holzeinschlag am Wieter sei der Erhalt der Straße. Arndt: „Die ist mittlerweile durch den dichten Baumbestand links und rechts so zugewachsen, dass kaum noch Sonne durchkommt“. In der Folge trockene die Fahrbahn kaum noch ab, zudem lagere sich ein dichter Laubteppich auf der Straße ab. Im Endeffekt führe beides dazu, dass die Asphaltdecke nach und nach zerbrösele. „Und wir müssen immer viel Geld für die Ausbesserung ausgeben.“

Ein weiterer Grund sei die ohnehin nötige Durchforstung entlang der Wieterstraße. So würden zu dicht stehende Bäume, die die so genannten „Zukunftsbäume“ im Wuchs behinderten, ebenso entfernt werden, wie kranke oder trockene Exemplare.

Das Holz - zu 95 Prozent handelt es sich um Buche - ist laut Stadtförster bereits an einen Brennholz-Produzenten verkauft worden. Dieser sei auch für den Einschlag verantwortlich. Für den Verkauf der 250 bis maximal 300 Festmeter Buchenholz erwartet Arndt für die Stadt Northeim und ihre Stadtforst etwa 9000 Euro Reinerlös.

„Sperrung beachten“

Der Stadtförster bittet Autofahrer und Spaziergänger im Wieter um Verständnis für die Durchforstung und zugleich darum, die Sperrschilder in der kommenden Woche zu beachten. (goe)

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