Spaziergänger riefen Polizei

"Dachte erst, es sei ein Wildschwein" - wildernder Hund tötete Rehkitz im Northeimer Wieter

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Northeim. Diesen Spaziergang wird Katja Yilmaz so schnell nicht vergessen, denn vor ihren Augen hat in der vergangenen Woche ein wildernder Hund ein Rehkitz gerissen.

„Ich dachte erst, dass da ein Wildschwein aus dem Gebüsch gestürmt kommt“, schildert die Northeimerin, die an diesem Tag mit ihrem Mann im Bereich der Northeimer Tennisplätze einen Spaziergang unternahm, was passiert ist. 

Der Hund habe das Rehkitz verfolgt und vor ihren Augen getötet. Anschließend sei er weggelaufen. Später habe sie dann von einem anderen Spaziergänger erfahren, dass dieser eine Frau angetroffen habe, die nach ihrem entlaufenen Hund – einem Irish Setter mit rotbraunem Fell – gesucht habe.

Aufsichtspflicht

Die Polizei ermittelt in diesem Fall wegen Jagdwilderei und Verstoßes gegen das Waldgesetz und bittet mögliche weitere Zeugen, sich unter Telefonnummer 0 55 51/7 00 50 zu melden. „Hundehalter müssen, unabhängig vom Leinenzwang, im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht grundsätzlich ihre Tiere in der freien Landschaft so führen, dass diese sich nicht ihrem Einfluss entziehen können“, betont Polizei-Pressesprecher Uwe Falkenhain. 

Die Northeimer Stadtverwaltung weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es im Stadtgebiet viele Bereiche gibt, in denen Hundehalter dazu verpflichtet sind, ihre Tiere an der Leine zu führen, auch, wenn die gesetzliche Anleinpflicht am Sonntag endet.

Im Northeimer Stadtgebiet gilt, dass Hunde nicht nur in der Fußgängerzone und bei öffentlichen Veranstaltungen, sondern auch in öffentlichen Anlagen an der Leine zu führen sind. Dazu gehören Grünanlagen, Friedhöfe, Schulhöfe, Spiel-, Bolz und Sportplätze sowie Erholungsanlagen, innerörtliche Gewässer und Uferanlagen – und somit auch der Rhumedamm und die Wilhelmswiese. 

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