Tiere gehen Menschen aus dem Weg

Wildkatze fühlt sich im Landkreis wohl: In vielen Gebieten heimisch

Schleicht auch durch die einheimischen Wälder: Die Europäische Wildkatze hat ihr Verbreitungsgebiet im Raum Südniedersachsen ausgedehnt. Archiv-Foto:  BUND/nh

Northeim. Die Wildkatzen sind in Niedersachsen auf dem Vormarsch.

Nicht nur im Harz, sondern auch im Landkreis Northeim ist die bedrohte Art wieder in vielen Gebieten heimisch, darunter im Solling, im Northeimer Wieter und in der Ahlsburg.

„Aus Sicht der Forstwirtschaft ist das eine erfreuliche Entwicklung“, sagt Siegfried Arndt, der sowohl für die Stadtwälder in Northeim und Moringen sowie mehrere Genossenschaftswälder in der Region als Förster zuständig ist. Als Beutegreifer, der vor allem Mäuse frisst, sei die Wildkatze in den Wäldern natürlich gern gesehen. „Wenn ich zur Jagd gehe, kann ich regelmäßig welche beobachten.“

Da die Wildkatze sehr scheu ist und im Gegensatz zu Hauskatzen dem Menschen aus dem Weg geht, ist die Ermittlung der genauen Bestandszahlen recht schwierig. Dass die Anzahl der Tiere in Südniedersachsen aber angestiegen ist, lässt sich nach Einschätzung von Karsten Pfeiffer, Forstamtsleiter in Clausthal-Zellferfeld, anhand der Auswertungen von Wild-Fotofallen ablesen, die im Harz aufgestellt worden sind.

Eigentlich seien die Geräte dafür gedacht, den Bestand der im Harz wieder ausgewilderten Luchses zu überprüfen, so Pfeiffer. Aber immer öfter würden diese Fotofallen auch vom kleinen Vetter des Luchses ausgelöst.

Aus Sicht von Ingrid Müller, Naturschutzbeauftragte des Landkreises Northeim, hat sich die positive Entwicklung für die Wildkatze im Raum Northeim bereits vor einigen Jahren abgezeichnet. 2009 hat die ehemalige Biologielehrerin am Northeimer Corvinianum mit einigen Schülern ein Forschungsprojekt initiiert, bei dem die Größe der in der südniedersächsischen Region vorkommenden Wildkatzenpopulationen ermittelt werden sollte. „Wir haben damals festgestellt, dass mindestens sieben Tiere im Bereich des Wieters ihre Reviere hatten“, berichtet Müller.

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