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Jäger im Kreis Northeim haben Wildschweine im Visier

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Von: Heidi Niemann

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Wildschweine: Im Landkreis Northeim wurden im vergangenen Jagdjahr mehr als 4100 Tiere erlegt. Das ist die dritthöchste Strecke in ganz Niedersachsen.
Wildschweine: Im Landkreis Northeim wurden im vergangenen Jagdjahr mehr als 4100 Tiere erlegt. Das ist die dritthöchste Strecke in ganz Niedersachsen. © Lino Mergeler/dpa

Die Jäger im Landkreis Northeim haben im vergangenen Jagdjahr wieder über 4000 Tiere erlegt.

Northeim – In keiner anderen Region Niedersachsens werden so viele Wildschweine geschossen wie im Süden des Landes: Das geht aus dem Landesjagdbericht hervor, den das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die Landesjägerschaft Niedersachsen jetzt veröffentlicht haben.

Der Landkreis Northeim verzeichnete demnach im Jagdjahr 2021/2022 die landesweit dritthöchste Jagdstrecke beim Schwarzwild, insgesamt wurden zwischen dem 1. April 2021 und dem 31. März dieses Jahres 4144 Wildschweine erlegt. Enthalten ist hier auch das sogenannte Fallwild, also Tiere, die dem Straßenverkehr oder Krankheiten zum Opfer fielen.

Insgesamt schossen die Jäger im vergangenen Jagdjahr 4123 Wildschweine, sagt der Northeimer Kreisjägermeister Dietmar Grüning: „Das ist die bislang zweithöchste Strecke, die wir jemals hatten.“ Die meisten Wildschweine habe man 2017 erlegt – insgesamt 4210 Tiere.

Auch in Zukunft werde man den Schwerpunkt auf die Bejagung des Schwarzwildes legen, sagt Grüning. Dies sei auch deshalb wichtig, um der drohenden Gefahr einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Die niedersachsenweit höchste Strecke beim Schwarzwild gab es im Jagdjahr 2021/2022 im Nachbarkreis Göttingen, wo 6518 Wildschweine erlegt wurden. Die zweithöchste Strecke war im Heidekreis zu verzeichnen. Landesweit wurden 57 229 Stück Schwarzwild zur Strecke gebracht.

Beim Rotwild betrug die Strecke im Landkreis Northeim 167 Tiere, beim Damwild waren es 14, bei den Rehen 3942. Dies entspreche dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, sagt Grüning. Zum Vergleich: Im Landkreis Göttingen waren es 555 Stück Rotwild, 7 Stück Damwild, und 5335 Rehe. Außerdem wurden im Landkreis Northeim 37 Mufflons, 237 Hasen, zehn Wildkaninchen, 14 Rebhühner und sechs Fasanen erlegt.

Im vergangenen Jagdjahr wurden zudem kreisweit 1815 erlegte Füchse und 470 Dachse gemeldet. Bei der Dachs-Population sei ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen, sagt der Kreisjägermeister. Sorge bereitet den Jägern die weiter steigende Waschbären-Population. Laut Landesjagdbericht haben fast alle Reviere im Harz und Weser-Leine-Bergland Waschbären-Vorkommen gemeldet. Im Kreis Northeim wurden 2512 Waschbären erlegt.

„Das ist eine Riesensteigerung“, so Grüning. „Das sind über 800 mehr als im Jahr zuvor.“ Die meisten Waschbären seien mithilfe von Fallen zur Strecke gebracht worden. Waschbären stehen besonders im Fokus der Jäger, weil die Allesfresser keine natürlichen Feinde haben und erhebliche Schäden anrichten. Inzwischen hätten sich die Waschbären auch in den Städten ausgebreitet, sagt Grüning. So seien sie unter anderem im Stadtgebiet von Northeim, Einbeck und Uslar anzutreffen. Allein in Einbeck seien im vergangenen Jagdjahr 40 Waschbären in die Falle gegangen.   (pid)

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