Bürgerdialog

SPD will in der Innenstadt präsent sein

Die Fußgängerzone in Northeim: Hier im Bereich der Kreissparkasse soll ab Spätherbst wieder in Einbahnregelung der Autoverkehr vorbeirollen. Foto: Gödecke

Northeim. Die SPD-Fraktion im Northeimer Stadtrat will die probeweise Öffnung von Teilen der Fußgängerzone für Autos intensiv begleiten. Dazu wollen die sozialdemokratischen Ratsmitglieder regelmäßig so genannte Bürgerdialoge in der Fußgängerzone abhalten.

Das teilte der Sprecher des SPD-Arbeitskreises Innenstadt/Fußgängerzone, Tobias Meinshausen, nach einer Arbeitskreissitzung mit.

Der intensive Austausch zwischen Rat, Verwaltung, Bürgern und Kaufleuten während der zwölfmonatigen Probephase sei zwingend erforderlich, fügt Fraktionschef Berthold Ernst an. Dabei müssten insbesondere die Veränderungen des Kaufverhaltens und die Umsatzentwicklung dokumentiert werden.

Neben der Einführung des Handyparkens und der von der SPD-Fraktion sehr begrüßten Initiative, in der Fußgängerzone flächendeckendes WLAN einzuführen, sollte aus Sicht des Arbeitskreises zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt auch das Thema Sauberkeit zum Schwerpunkt gemacht werden.

So sollten nach dem Willen des Arbeitskreises die für die Kontrollen zuständigen Mitarbeiter künftig vermehrt auf die Einhaltung der Vorschriften bezüglich des Verbots der Verunreinigung öffentlicher Flächen achten. Dabei sollten sich die Kontrolleure nicht scheuen, Verwarngelder zu verhängen, wenn sie jemand beim Wegwerfen von Zigarettenstummeln oder anderem Abfall erwischen. Hundehalter sollten konsequent verwarnt werden, wenn sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht wegräumen.

Auch die Hauseigentümer müssten in Sachen Sauberkeit mit ins Boot geholt werden, damit diese sich mehr um die Sauberkeit vor ihren Immobilien kümmern.

Neue Oberfläche

Letztlich müssten aber auch zügig Fragen der baulichen Umgestaltung der Fußgängerzone diskutiert werden, heißt es in der Pressemitteilung. Die künftige Gestaltung der Oberflächenstruktur müsse innerhalb des Probejahrs der Teilöffnung der Fußgängerzone gleich mit diskutiert werden.

Dies sei nötig, um unmittelbar nach der Probephase die Erkenntnisse nutzen und aufgrund des jetzt schon besorgniserregenden Zustands des Pflasters möglichst schnell ein tragbares Konzept für die Zukunft der Fußgängerzone präsentieren zu können.

Leerstände vermarkten

Meinshausen: „Die mögliche Teilöffnung für Autos wäre nur ein kleines Puzzlestück in dem ganzen Konstrukt.“ Auch die Vermarktung leerstehender Immobilien müsse vorangetrieben werden. Dabei gelte es auch mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen, um Strategien zu entwickeln, mit denen man den Leerständen entgegenwirken könne.

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