Für Fach- und Führungskräfte

Hier entsteht ein Willkommens-Center für ganz Südniedersachsen

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Soll das Willkommens-Center beherbergen: Der Nordost-Flügel des Göttinger Bahnhofs (im Bild ganz rechts) soll demnächst umgebaut werden. Das Erdgeschoss des Flügels soll wie eine Lounge gestaltet werden.

Northeim/Göttingen. Der Landkreis Northeim wird sich mit insgesamt rund 170.000 Euro am Aufbau eines regionalen Netzwerkes zur Gewinnung von Fach- und Führungskräften beteiligen.

Das Netz soll in den nächsten zwei Jahren die Gesamtregion Südniedersachsen als attraktiven Standort bewerben. Sichtbares Zeichen dafür soll der Bau eines „Welcome Centre“ im Nordost-Flügel des Göttinger Bahnhofs sein.

Das Projekt, das unter dem Dach der Südniedersachsen-Stiftung und des dort angesiedelten regionalen Fachkräftebündnisses läuft, stellte jetzt die Vize-Präsidentin der Göttinger Universität, Professor Hiltraud Caspar-Hehne, den Mitgliedern des Kreis-Wirtschaftsausschusses in Northeim vor.

Finanzielle Beteiligung 

Das Gremium gab letztlich mit großer Mehrheit bei einer Gegenstimme des AfD-Vertreters grünes Licht für die finanzielle Beteiligung des Landkreises Northeim, der seinerseits allerdings hofft, mindestens 90.000 Euro vom Land Niedersachsen wiederzubekommen.

Personal auch in Northeim 

Neben dem Landkreis Northeim werden sich auch die Stadt und der Landkreis Göttingen finanziell und mit je einer halben Personalstelle in den eigenen Verwaltungen sowie auch die Städte Northeim und Einbeck mit je einer Viertelsstelle im eigenen Haus beteiligen. So soll aus der Region die entsprechende Zuarbeit für das Center geleistet und auch enger Kontakt gehalten werden.

Uni hat Federführung 

Federführend in der Planung für das Projekt „Welcome Centre für den Campus Göttingen und die Region Südniedersachsen“ ist die Uni Göttingen, die zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft den finanziellen Hauptanteil an den Gesamtprojektkosten von rund einer Million Euro für die nächsten zwei Jahre tragen wird.

Als zentrale Anlaufstelle für neu ankommende oder an der Region interessierte Fach- und Führungskräfte beziehungsweise Wissenschaftler soll in Göttingen eine zentrale Anlaufstelle als „Welcome Centre“ entstehen.

Lounge-Charakter 

Dafür sollen Räume des Ostflügels im Göttinger Bahnhof in eine „Welcome Lounge“ mit bequemen Sesseln umgebaut werden. Im Gebäudeteil befinden sich bis jetzt noch Büros des Bahnmanagements, diese werden frei.

Front Office 

In der 100 Quadratmeter großen Lounge im Erdgeschoss soll ein so genanntes Front-Office entstehen, das mit drei Mitarbeitern besetzt sein wird. Im ersten Obergeschoss des Bahnhofsflügels sollen neben einem Konferenzraum noch Büros für die Mitarbeiter und auch für die Südniedersachsen-Stiftung entstehen.

Als zentrale Servicestelle soll das Team des Welcome Centres Hilfestellung zu allen praktischen Fragen geben, um die Ankunft und den Aufenthalt in Südniedersachsen so angenehm und einfach wie möglich zu gestalten - egal, ob sie für einen Monat bleiben oder eine feste Anstellung erhalten haben.

Begleitservice 

Außerdem sollen Kontakte zu den Unternehmen und den Kommunen in der Region hergestellt und gehalten werden. Auch die Vermittlung eines Begleitservices beispielsweise für Behördengänge und Wohnungssuche durch dezentrale Partner in den Städten ist angedacht.

Außerdem will man sich bemühen, Arbeitsstellen auch für die Partner der Führungskräfte zu finden, genauso wie Kitaplätze und passende Schulangebote für die Kinder.

Internetportal 

Dezentral soll zudem über das Welcome Centre ein dezentrales Netzwerk aufgebaut werden, unter anderem durch Erstellung eines Internetportals für die Region Südniedersachsen für interessierte Führungskräfte. Auch die Unternehmen in der Region, und dabei insbesondere auch die kleinen und mittleren Betriebe, sollen sich digital präsentieren können.

Regional-Marketing 

Das Welcome Centre solle nicht nur Göttingen im Focus haben, sagte Uni-Vizepräsidentin Prof. Caspar-Hehne auf Nachfrage aus dem Ausschuss. „Da soll echtes Regional-Marketing gemacht werden“.

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