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Northeimer Grüne begrüßen geplante Erlaubnis von Windrädern im Wald

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Von: Axel Gödecke

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Windräder von Vestas
Windräder (Symbolbild). © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Die Grünen im Northeimer Rat begrüßen die Bestrebungen der Landesregierung, jetzt doch auch im Wald auf Windbruch-Flächen oder durch Käferbefall betroffene Kahlflächen Windkraftanlagen zulassen zu wollen.

Northeim - „Wir begrüßen ausdrücklich die klare Positionierung des Ministers Olaf Lies zur problematischen Wortwahl der ,Vorkriegszeit‘. Keinerlei Verständnis haben wir für die relativierende Stellungnahme des Landkreises, die sichtlich noch der alten Zeit verhaftet ist. Da ist der Minister bereits weiter,“ betont der Vize-Vorsitzende der Grünen im Stadtrat, Hans Harer.

Er bezieht sich damit auf eine Aussage des Ministers zum Thema Windräder, die die HNA kürzlich wiedergegeben hatte. Darin sagte Lies, dass die Begriffe „Landschaftsverspargelung oder „Horizontverschmutzung“ im Zusammenhang mit der Windkraft Begriffe aus der Vorkriegszeit seien – gemeint ist der Ukraine-Krieg.

Die Kreisverwaltung hatte dazu erklärt, dass die Energieversorgung bundesweit sicher eine bedeutendere Rolle als vor dem russischen Angriffskrieg spiele. Dennoch würden auch die neuen Gesetze – zwar mit einem deutlich höheren Flächenziel für jeden Planungsraum – künftig wieder eine Steuerung der Windenergie zulassen. Und weiter: Ob die negativ besetzen Begriffe künftig noch aktuell seien oder Windenergieanlagen vor dem Hintergrund der Energieverknappung eine größere Akzeptanz erfahren, werde sich in den nächsten Jahren zeigen.

Der stellvertretende Fraktionschef der Northeimer Ratsgrünen dazu: „Es muss doch jetzt darum gehen, mit den diversen Verzögerungstaktiken aufzuhören und zügig geeignete Flächenauszuweisen.“ Dass die sogenannten Kalamitätsflächen in den Wäldern jetzt einbezogen werden können, stelle aus Sicht der Northeimer Grünen einen gangbaren Kompromiss dar. Dieser trage den Belangen des Waldschutzes und des Ausbaus der erneuerbaren Energien Rechnung.

Die grüne Fraktion im Stadtrat, die sich im Rahmen des städtischen Aufgabenbereichs kontinuierlich in Sachen Klima und Energie engagiere, erwarte jetzt von den Kreisgremien endlich zügiges Handeln.  (Axel Gödecke)

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