FUL-Fraktion im Stadtrat macht Pläne eines Investors öffentlich

Südwestlich des Northeimer Freizeitsees sollen Windräder entstehen

An der A7 (im Vordergrund), zwischen Freizeitsee und Höckelheim sollen die Windräder entstehen.
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Hier sind die Windkraftanlagen geplant: An der A7 zwischen Freizeitsee und Höckelheim. Im Hintergrund Northeim und der Wieter.

ordwestlich von Höckelheim sollen Windkraftanlagen entstehen. Wie die FUL-Ratsfraktion mitteilte, habe das Unternehmen Plan 8 aus Eckernförde Landwirte angesprochen, darunter den Nebenerwerbslandwirt und FUL-Fraktionsvorsitzenden Armin Töpperwien.

Northeim / Höckelheim – Nach seinen Worten sollen die Windräder östlich der Autobahn 7 auf den Anhöhen Lämmerberg und Salzberg entstehen. Diese befinden sich östlich des Autobahnparkplatzes Schlochau und südlich des Freizeitsees.

„Dort errichtete Windräder wären nicht nur weithin sichtbar, sondern sie hätten durch die Nähe zur Wohnbebauung erhebliche Auswirkungen für Einwohner der Ortschaft Höckelheim und auch große Teile der Kernstadt“, betont Töpperwien. Es müsse das Ziel sei, die Errichtung von Windkraftanlagen zu beschränken.

Die FUL beantragt vor diesem Hintergrund, dass die Stadt endlich das seit Langem vom Rat beschlossene avifaunistische Gutachten in Auftrag gibt, um auf dieser Basis einen neuen Flächennutzungsplan aufzustellen. Außerdem sollen sich der Ortsrat Höckelheim und der Bauausschuss des Rates mit dem Thema Windkraftanlagen bei Höckelheim beschäftigen.

Im Northeimer Rathaus ist von den Plänen des möglichen Investors noch nichts bekannt. Bürgermeister Simon Hartmann verwies aber darauf, dass der Bereich zwar im Flächennutzungsplan der Stadt nicht als Windvorrangfläche ausgewiesen sei – im Gegensatz zum Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises. Dort sei dieser Bereich der Gemarkung Höckelheim als Windvorrangfläche enthalten. „Der RROP-Entwurf entfaltet aber derzeit keine Rechtskraft, sondern bedarf noch einer umfassenden Beratung und Beteiligung auch der Stadt Northeim“, so Hartmann. Das Thema komme auf die Tagesordnung der nächsten Ortsratssitzung in Höckelheim am Dienstag 13. April.  

Der Landkreis hat Pläne, wo Windkraftanlagen entstehen sollen

Der Landkreis Northeim hat im Herbst seinen Entwurf für das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) vorgelegt, wo im Landkreis Windvorranggebiete ausgewiesen werden sollen. Es sind insgesamt 14 Flächen mit einer Gesamtfläche von 1600 Hektar, davon mit 548 Hektar fast ein Drittel im Northeimer Stadtgebiet. Geplant sind die Flächen mit Ausschlusswirkung. Das heißt, außerhalb dieser Gebiete hätten alte Windkraftanlagen zwar Bestandsschutz, neue könnten aber nicht genehmigt werden.

Der Rat der Stadt Northeim hat im Dezember beschlossen, einen Kooperationsvertrag in Sachen Windkraft mit dem Landkreis zu schließen. Damit ist die Stadt bei der Ausweisung von Windvorrangflächen an die Flächen gebunden, die im RROP vorgesehen sind. Es können keine zusätzlichen Flächen ausgewiesen werden. Allerdings müssen die Vorrangflächen nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Im Dezember hatte Bürgermeister Simon Hartmann angekündigt, dass ein damit beauftragtes Büro im ersten Quartal dieses Jahres mögliche Potenzialflächen für Windkraftanlagen (innerhalb der vom Landkreis geplanten Windvorranggebiete) präsentieren sollte. Geschehen ist das bisher nicht. (ows)

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